Come Backstage!

Hallo Rocker! Ich bin 22 Jahre alt und komme aus einem beschaulichen Ort namens Göppingen. Letztes Jahr ging einer meiner Träume in Erfüllung, und ich bekam eine Stelle bei meinem Lieblingsradiosender in Stuttgart! Meine Familie kommt aus Spanien und Italien, weshalb ich an musikalischen Einflüssen meiner Familie außer Adriano Celentano, Julio Iglesias und Co. nicht viel erfahren habe. Gott sei Dank meinte es das Schicksal gut mit mir… Und so kam es, dass mich die Rockmusik in ihren Bann zog, als ich dreizehn Jahre alt war.

Auf der Rückfahrt des alljährlichen Sommerurlaubs in Italien mit meinen Eltern, kaufte ich mir an einer Raststätte eine Best Of CD. Eine Best Of CD von einer Band, dessen wenige Lieder die ich kannte, mich bereits verzaubert hatten. .thumb_549044_10200101060444350_114294242_n_1024 Das gewisse Etwas im Gitarrenklang und die krächzende Stimme des Sängers mit den riesigen Lippen haute mich um… Diese Band war Aerosmith.

Die CD lief die restlichen 15 Stunden Autofahrt in Dauerschleife (sehr zum leiden meiner Eltern), und Songs wie Dude (Looks Like A Lady), Walk this Way und Rag Doll erfüllten mich ebenso mit Glück wie Dream On und AmazingEs eröffnete sich mir eine ganz neue Welt die ich nicht kannte, in der ich mich aber sofort zuhause fühlte.

So kommt es nun, dass ich nach einigen Jahren in denen ich meiner Leidenschaft für Konzerte und Rockmusik nachgegangen bin, Stunden vor und in Hallen und Stadien verbracht habe und inmitten von enormen Menschenmassen nahezu zerquetscht wurde, beschlossen habe, einen Schritt weiter zu gehen. Und zwar Backstage. Kommt mit mir auf diese Reise.

COME BACKSTAGE! Ich möchte Musiker interviewen, zu denen ich schon immer aufgesehen habe, deren Musik mich berührt hat, auf welche Art und Weise auch immer. Die Interviews, sowie Bilder und Berichte des Konzerts möchte ich gerne mit euch teilen. Ihr werdet sie genau hier finden. In meinem Blog. Viel Spaß beim lesen…

Eure Ornella.

Long live Rock ’n’ Roll!!

Hanging out with STEEL PANTHER!

Hallo Rocker!

Am 08. August 2016 ging einer meiner Träume in Erfüllung. Ich war für ein Interview mit den Jungs von THE DEAD DAISIES (siehe hier) beim Konzert im Komplex 457 in Zürich. Sie waren als Very Special Guest vor STEEL PANTHER auf der Bühne. Auf dem Weg in den Backstage-Bereich traf mich fast der Schlag: Michael Starr stand ganz locker vor mir, in einem Gespräch mit Marco Mendoza verwickelt… Ich war wie erstarrt und SO glücklich, dass ich nichts anderes machen konnte, außer zu strahlen. Marco stellte uns einander vor und ich musste schon wieder los – das Interview mit Brian Tichy und Doug Aldrich stand ja an. Ich dachte mir, dass es das nun wohl war…

Mein großes Glück war, als mich die Jungs erst im Fotograben und dann in der ersten Reihe während des Konzertes entdeckt haben. Ich wurde kurzerhand auf die Bühne geholt… Hier einige Videos dazu:

 

… Es war einfach nur atemberaubend! Das tanzen mit den Jungs auf der Bühne war ja schon grandios… Als mir dann Lexxi noch sein Plektrum zusteckte, wirkte der Augenblick perfekt… Doch es ging noch besser! Michael Starr rockte mit mir auf der Bühne… Und danach wurde mir doch wahrhaftig ein Backstagepass zugesteckt!! Nach der Show ging es für mich also – nochmals – backstage. Diesmal hatten wir Zeit füreinander – ein paar spannende Gespräche und Biere später, sind noch ein paar Bilder entstanden – aber seht selbst:

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Doch das war nicht alles… Mehr wird zwar nicht verraten, aber es ist etwas GROßES für comebackstage im Anmarsch…😉 Hier noch für Euch exklusiv einige Bilder direkt aus dem Fotograben in Zürich:

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Für mich definitiv der BESTE Abend seit langer, langer Zeit!!

Eure Ornella.
Long live Rock’n’Roll!

Videointerview mit Brian Tichy & Doug Aldrich – THE DEAD DAISIES

Hallo Rocker!

Am 08. August durfte ich einem großartigen Konzert im Komplex 457 in Zürich beiwohnen. Hier waren die Hard-Rocker von THE DEAD DAISIES als Very Special Guest von STEEL PANTHER im Vorprogramm.

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Doch als wäre das nicht genug, trifft man im Publikum auch noch Joel Hoekstra, den Gitarristen von WHITESNAKE. Letztere hatten nämlich am Tag drauf, den 09. August selbst ein Konzert in der Schweiz – da hat Joel nicht lange überlegt, sondern hat sich ins Getümmel wilder Rocker gestürzt, und hat sich seine Kumpels angeschaut…

thumb_IMG_6080_1024Wir haben uns eine ganze Weile sehr nett unterhalten, und für alle WHITESNAKE-Fans unter Euch habe ich gute Nachrichten… Sobald die nächste Tour die Jungs durch Europa führt, gibt’s ein Interview mit dem charismatischen Gitarristen für Euch!

Mein Grund diesmal war jedoch ein anderer… THE DEAD DAISIES haben am 05.  August nämlich das großartige Album MAKE SOME NOISE veröffentlicht. Eine Platte die einen direkt in die Zeit zurück versetzt, als der Rock’n’Roll noch echt und handgemacht war. Doch ein ausführliches Review zu diesem grandiosem Album folgt bald… Soviel sei aber gesagt: Wer die Platte noch nicht besitzt, sollte schleunigst zugreifen, das riecht nämlich definitiv nach legendären Songs!

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Ich habe mir Brian Tichy (Schlagzeug) und Doug Aldrich (Gitarre) von THE DEAD DAISIES geschnappt, und mit Ihnen ein echt lustiges und interessantes Gespräch gehabt. Dieses Mal ist sogar alles auf Video für Euch festgehalten… Findet raus, wie das Album entstanden ist, welche Story hinter „LONG WAY TO GO“ steckt, und welche die Lieblingsband von Dougs 6-jährigem Sohn ist…

Natürlich habe ich auch während der Show einige Bilder direkt aus dem Fotograben für Euch geknipst… Viel Spaß beim Durchschauen!

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Ich würde mich natürlich sehr darüber freuen, wenn Ihr mir ein Like auf meiner Facebookseite dalassen würdet…😉  www.facebook.com/comebackstage100

Eure Ornella.
Long live Rock’n’Roll!

ROCK ON Festival in Gossau

Hallo Rocker!

Letzte Woche war ich auf dem ROCK ON Festival in Gossau. Hier hatte ich die Chance, einige Bands backstage zu besuchen!

Angefangen hat es mit den Schweizer Hard-Rockern von SHAKRA, die nun wieder Mark Fox als Sänger ins Boot geholt haben – ich sprach mit ihm und natürlich Thomas Muster.

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Weiter ging es mit den Jungs von REBELLIOUS SPIRIT, die wie ich, extra für das ROCK ON Festival aus dem schönen Schwabenland angereist sind… Da es gegen Abend doch etwas frischer wurde, haben wir kurzerhand beschlossen, das Interview gemütlich am Lagerfeuer zu führen…

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Zuletzt löcherte ich Boris Matakovic von Human Zoo mit meinen Fragen, der als Saxophonist eher ein Exot in der Welt des Rocks ist.

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Die gesamten Interviews findet Ihr natürlich bald wie gewohnt hier. Schaut einfach ab und an rein, oder noch besser, abonniert COMEBACKSTAGE direkt, sodass Ihr auch nichts verpasst!🙂

Eure Ornella.
Long live Rock’n’Roll!

 

 

Abhängen mit Marco Mendoza, Brian Tichy und Doug Aldrich

Hallo Rocker!

Letzte Woche spielten THE DEAD DAISES als very special guest im Vorprogramm von STEEL PANTHER in Zürich. Das Wetter war toll, und da ließen wir uns es nicht nehmen, ein bisschen Zeit in der Sonne zu verbringen:

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Sieht fast ein bisschen so aus, als hätte dieses Bild ein Paparazzi geknipst… Wir hatten spannende Gespräche über das Leben auf Tour, das neue Album und über COMEBACKSTAGE!

Anschließend fuhren wir zum Komplex 457 – hier hatte ich ein Videointerview mit Brian Tichy und Doug Aldrich.

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Ihr dürft gespannt sein!

Eure Ornella.
Long live Rock’n’Roll!

HAMMERSCHMITT – Metalheadz

Hallo Rocker!

Vor kurzem veröffentlichten die Hard-Rocker aus München, HAMMERSCHMITT, Ihr neues Musikvideo zu Metalheadz. Eine coole location haben sie sich da ausgesucht, aber schaut selbst:

Eure Ornella.
Long live Rock’n’Roll!

COMEBACKSTAGE GOES SWITZERLAND

Hallo Rocker!

Am Samstag geht es für mich zum ersten Mal für einige Interviews ins Ausland. Es treibt mich in die wunderschöne Schweiz: Zuerst geht es zum ROCK ON! Festival nach Gossau, in die Nähe von St. Gallen. Hier werde ich gleich drei Interviews führen. Gleich zwei Bands kommen aus Süddeutschland: Die Jungs von REBELLIOUS SPIRIT und die Hard-Rocker von HUMAN ZOO! Da trafen sich die Schwaben im Ausland…😉

Im Zuge des gleichen Festivals werde ich auch das Vergnügen haben, mit den echten Schweizer Jungs der Band SHAKRA zu besprechen. Ich bin schon sehr gespannt…

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Dann geht es am Montag weiter nach Zürich. Hier spielen STEEL PANTHER ein Konzert… THE DEAD DAISIES, die übrigens am 05. August 2016 Ihr Album „MAKE SOME NOISE“ veröffentlichen, werden sie Supporten und das Konzert eröffnen. Hier werde ich Brian Tichy (ehem. Ozzy Osbourne, Foreigner, Billy Idol, Whitesnake, Slash’s Snakepit uvm.) treffen und ihn mit  meinen Fragen rund ums neue Album und THE DEAD DAISES löchern.

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Jetzt heißt es für mich also Koffer packen: COMEBACKSTAGE GOES SWITZERLAND! Ich freue mich schon sehr darauf…

Für Euch heißt es wie immer: Stay tuned and come backstage!

Eure Ornella.
Long live Rock’n’Roll!

Interview mit TIGERTAILZ

Hallo Rocker!

Auf dem diesjährigen BANG YOUR HEAD!!! Festival habe ich die Jungs von TIGERTAILZ getroffen. Tigertailz sind eine Band aus Cardiff, welche sich schon 1983 gründete. Nach einigen Jahren der Trennung fanden sie 2005 wieder zusammen. Wir unterhielten uns backstage über das neue Album BLAST und über die Entwicklung der Musikindustrie…

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In Frontman Rob habe ich einen Menschen mit exzellenten Musikgeschmack gefunden der meinem genau entspricht… Aber diese Gespräche würden hier wohl den Rahmen sprengen…

Viel Spaß beim Lesen!

Comebackstage:
Hi guys, thank you for your time!
Hi Jungs, danke für Eure Zeit!

Tigertailz:
Nice to meet you, Ornella!
Freut uns Dich zu treffen, Ornella!

Comebackstage:
Tell me the Story of TIGERTAILZ…
Erzählt mir die Geschichte von TIGERTAILZ…

Jay:
In 1983 or maybe 1984 I replied to an advert in a record store in Cardiff in south Wales for a guitar player. I went to a hall, where Pepsi was. They still didn’t have a band, so I wasn’t that interested in joining them. I was looking for a cover’s band to join… It was a long time before mobile phones, E-mails and all that stuff you have today… You just didn’t keep in touch. About three months after the jam I bumped into Pepsi on the stairs, and that’s when we decided to get back in touch – it went on from there! We had numerous line-ups then… We did a few albums and then kinda split up for about 12 years… In 2005 we got back together, recorded an album, played a bunch of shows and festivals. Sadly we lost Pepsi in 2007, and we try to keep the band going since then. And here we are! (smiles)
1983 oder 1984 habe ich auf eine Anzeige im Plattenladen in Cardiff, Südwales geantwortet, sie haben einen Gitarristen gesucht. Ich ging zu einer Halle, in der sich Pepsi befand. Sie hatten noch keine Band, also hatte ich kein Interesse, mich ihnen anzuschließen. Ich war auf der Suche nach einer Coverband in der ich spielen konnte. Und das war lange Zeit bevor es Handys und E-Mails und all das Zeug gab, das es heute gibt. Man hat einfach den Kontakt nicht aufrecht erhalten. Etwa drei Monate nach dem Jam stieß ich erneut auf Pepsi auf einer Treppe, und das war der Moment, in dem wir beschlossen, dass wir wieder Kontakt aufnehmen würden. Und da hat alles angenfangen. Seitdem hatten wir viele line-ups… Wir haben ein paar Alben rausgebracht, und haben uns dann getrennt für etwa 12 Jahre… 2005 fanden wir wieder zusammen, haben ein Album aufgenommen, ein paar Shows gespielt und natürlich Festivals. Leider ging Pepsi 2007 von uns, und wir versuchen seit dem die Band aufrecht zu erhalten… Und hier sind wir! (lächelt)

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Comebackstage:
Here you are. (smiles) You released BLAST on the 25th of April, what can the fans expect?
Jetzt seid ihr hier. (lächelt) Ihr hab BLAST am 25. April dieses Jahr veröffentlicht, was können die Fans erwarten?

Jay:
It’s back to that classic TIGERTAILZ sound. Big choruses, catchy songs, the guitar-riffs kinda rip your face off… (smiles) It’s got everything and you’ll love this album!
Es ist wieder der klassische TIGERTAILZ Sound. Große Chöre, fesselnde Lieder, die Gitarre-Riffs reißen Dir den Arsch auf… (grinst) Es hat alles und Du wirst es lieben!

Rob:
It is really something to please everybody. You’ve got heavy tracks in there, you got lovely ballads, you’ve got soft songs which everyone can sing along to… It’s literally something there for everybody, absolutely fantastic!
Es ist wirklich eine Platte die jedem gefällt. Du hast die harten Stücke drauf, die süßen Balladen und leichte Songs die jeder mitsingen kann… Es ist wirklich für jeden etwas dabei, fantastisch!

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Jay:
You know a thing which makes me very sad is that people dismiss music based on either the name or what the band looks like… And all you want from them is to listen to your music, and if they don’t like it then, it’s absolutely okay!
Weißt Du was mich wirklich traurig macht ist die Tatsache, dass Menschen Musik ablehnen weil die Band irgendwie heißt oder weil ihnen der Look nicht gefällt… Alles was man als Musiker von ihnen möchte ist, dass sie es sich anhören… Und wenn sie es DANN nicht mögen ist es absolut okay!

Berty:
I think the album is full of energy and is about having a good time…
Ich denke dass das Album voller Energie ist und darüber spricht, einfach eine geile Zeit zu haben…

Matthew:
If you don’t have fun with this album, you’re dead inside. (laughs)
Wenn Du bei dem Album keinen Spaß hast, bist Du innerlich schon tot. (lacht)

Comebackstage:
What do you think, how do people see you?
Was glaubt Ihr, wie Menschen Euch sehen?

Jay:
I think they see us as we were back in the days…
Ich glaube Sie sehen uns so, wie wir früher waren…

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Comebackstage:
So you think it is harder being in a band these days?
Also glaubt Ihr dass es heutzutage schwieriger ist, in einer Band zu sein?

Jay:
There is no „these days“. There is no scene, nobody buys any records anymore…
Es gibt ein „heutzutage“. Es gibt keine Szene, niemand kauft mehr Platten…

Comebackstage:
But why do you think it did change in this way?
Aber warum denkst Du, dass es sich so verändert hat?

Jay:
It’s because of the digital revolution… With all the good things it has brought it’s also making the music industry complicated. Back then you spent hundreds of thousands of Pounds for recording an album, now we spend less then ten thousand… But back in the days in the first week, you sold 45.000 or 50.000 records! Now you don’t sell that much records anymore, that’s it.
Es liegt an der digitalen Revolution… Mit all den guten Dingen die es eingebracht hat, macht es die Musikindustrie komplizierter. Damals hast du mehrere Hunderttausend Pfund ausgegeben, um ein Album aufzunehmen, heutzutage sind es weniger als zehntausend… Aber damals hat man in der ersten Woche bereits 45.000 oder 50.000 Platten verkauft! Jetzt verkauft man nicht mehr so viele Platten, das ist es einfach…

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Comebackstage:
Can you imagine why?
Kannst Du Dir vorstellen wieso?

Jay:
People want to download it and don’t even want to pay for that. I have two teenage girls 18 and 20 years old, and they’re not interested in who recorded the album or something. They just want to know what’s happening RIGHT NOW. I can see where they’re coming from, they’re just enjoying it! We used to buy albums because we loved the sound of the records which were recorded by Bo Hill or Tom Whitman or Bruce Fib… You just went out and bought all the records they produced, because we loved the sound! They made really brilliant-sounding records. Nowadays nobody gives a shit anymore! So everything is produced on a laptop with Protunes and stuff…  That’s all you need, even if it’s in a recording studio, all you need is a laptop!
Die Menschen wollen Songs runterladen und dann nichtmal etwas dafür zahlen. Ich habe zwei Töchter im Teenie-Alter, 18 und 20 Jahre alt, und es interessiert sie gar nicht, wer ein Album aufgenommen hat. Sie wollen einfach nur wissen, was genau in DIESEM MOMENT abgeht. Ich kann es ein bisschen nachvollziehen, sie genießen es einfach nur! Wir haben damals Alben gekauft weil wir den Sound davon gemocht haben, die die Produzenten wie beispielsweise YY YY und XX aufgenommen haben. Wir sind einfach los und haben all die Platten gekauft, die sie produziert haben, weil wir den Sound geliebt haben! Sie haben wirklich brillant-klingende Platten aufgenommen. Heutzutage juckt es niemanden mehr! Also wird alles auf dem Laptop mit Protunes und dem ganzen Zeug produziert… Das ist alles was Du brauchst, selbst wenn es in einem Aufnahmestudio stattfindet, brauchst Du nur einen Laptop!

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Matthew:
It’s nothing organic anymore… And you can produce a whole record in a weekend easily.
Nichts ist mehr organisch… Und Du kannst ein ganzes Album locker an einem Wochenende aufnehmen.

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Comebackstage:
In a WEEKEND?
An einem WOCHENENDE?

Rob:
Yes, but not us… We take forever… We’re lazy. (laughs)
Ja, aber wir nicht… Wir brauchen ewig… Wir sind faul. (lacht)

Matthew:
We’re lazy bastards! (laughs)
Wir sind faule Socken! (lacht)

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Comebackstage:
If you had to convince a young person to listen to Rock music, which song would you show him or her and why?
Wenn Ihr einen jungen Menschen dazu bringen müsstet Rock Musik zu hören, welchen Song würdet Ihr ihm/ihr vorspielen und wieso?

Jay:
For me the essence of Rock’n’Roll was captured in a few live albums in the 70s: AC/DCs If You Want Blood – the version of Whole Lotta Rosie on that album is SO special! That version is the BEST. Listen to that – it’s just monumental.
Für mich wurde die Essenz des Rock’n’Rolls in ein paar live Alben der 70er festgehalten: AC/DCs If You Want Blood – die Version von Whole Lotta Rosie auf diesem Album ist SO besonders! Das ist die BESTE Version. Hör’s Dir an – es ist einfach genial.

Rob:
Detroit Rock City – KISS! KISS is the best band on the planet and Detroit Rock City has the best riff! (smiles) Paul Stanley is the coolest guy who has ever walked the planet. (smiles)
Detroit Rock City – KISS! KISS ist die beste Band der Welt und Detroit Rock City hat den besten Riff! (lächelt) Paul Stanley ist außerdem der coolste Typ, der je auf der Erde gewandelt ist. (lächelt)

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Berty:
It would probably be a KISS song for me too, such as Love Gun for example…
Für mich wäre es wohl auch ein KISS Song, Love Gun zum Beispiel…

Comebackstage:
If you could have a fantasy dinner with three persons of your choice – who would you invite?
Wenn Ihr ein imaginäres Dinner mit drei Personen Eurer Wahl haben könntet – wen würdet Ihr einladen?

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Jay:
Bon Scott, John Bonham and Lemmy!
Bon Scott, John Bonham und Lemmy!

Rob:
Paul Stanley, Katie Perry because I really love her music and she’s hot, and Sylvester Stallone!
Paul Stanley, Katie Perry weil ich Ihre Musik echt mag und sie heiß ist, und Sylvester Stallone!

Berty:
Paul Stanley, Pamela Anderson… I know it’s a cliche, but it would be fun… and Dee Snider!
Paul Stanley, Pamela Andereson… Ich weiß es ist klischeehaft, aber es wäre lustig… und Dee Snider!

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Anschließend verschwanden die Jungs in die Messehalle, um NAZARETH abrocken zu sehen… Ich folgte Ihnen und genoss eine weitere, geniale Show.

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Eure Ornella.
Long live Rock’n’Roll!

Teilnahmebedingungen Gewinnspiel

Teilnahmebedingungen

Die Teilnahme am Gewinnspiel von COMEBACKSTAGE, nachfolgend Betreiber oder Veranstalter genannt, ist kostenlos und richtet sich ausschließlich nach diesen Teilnahmebedingungen. Das Gewinnspiel steht in keiner Verbindung zu Facebook und wird in keiner Weise von Facebook gesponsert, unterstützt oder organisiert.

 

Ablauf des Gewinnspiels

Die Dauer des Gewinnspiels erstreckt sich von dem Augenblick in dem der Post veröffentlicht wurde, bis zum Dienstag, 02. August 2016. Innerhalb dieses Zeitraums erhalten Nutzer online die Möglichkeit, am Gewinnspiel teilzunehmen.

 

Teilnahme

Um am Gewinnspiel teilzunehmen, ist ein „liken“ oder kommentieren des Facebook-Posts notwendig. Die Teilnahme ist nur innerhalb des Teilnahmezeitraums möglich. Nach Teilnahmeschluss eingehende Einsendungen werden bei der Auslosung nicht berücksichtigt.

Pro Teilnehmer nimmt nur eine übermittelte Anmeldung am Gewinnspiel teil. Es ist strengstens untersagt, mehrere Email-Adressen oder mehrere Facebook Profile zur Erhöhung der Gewinnchancen zu verwenden.

Die Teilnahme am Gewinnspiel ist kostenlos.

 

Teilnahmeberechtigte

Teilnahmeberechtigt sind natürliche Personen, die Ihren Wohnsitz in Deutschland und das 18. Lebensjahr vollendet haben. Die Teilnahme ist nicht auf Kunden des Veranstalters beschränkt und nicht vom Erwerb einer Ware oder Dienstleistung abhängig.

Sollte ein Teilnehmer in seiner Geschäftsfähigkeit eingeschränkt sein, bedarf es der Einwilligung seines gesetzlichen Vertreters.

Nicht teilnahmeberechtigt am Gewinnspiel sind alle an der Konzeption und Umsetzung des Gewinnspiels beteiligte Personen und Mitarbeiter des Betreibers sowie ihre Familienmitglieder. Zudem behält sich der Betreiber vor, nach eigenem Ermessen Personen von der Teilnahme auszuschließen, wenn berechtigte Gründe vorliegen, beispielsweise

  • bei Manipulationen im Zusammenhang mit Zugang zum oder Durchführung des Gewinnspiels, (b) bei Verstößen gegen diese Teilnahmebedingungen, (c) bei unlauterem Handeln oder (d) bei falschen oder irreführenden Angaben im Zusammenhang mit der Teilnahme an dem Gewinnspiel.

 

Gewinn, Benachrichtigung und Übermittlung des Gewinns

Folgende Preise werden vergeben:

1×2 Plätze auf der Gästeliste für das „Bike and Music Weekend 2016“ in Geiselwind.

 

Die Ermittlung der Gewinner erfolgt nach Teilnahmeschluss im Rahmen einer auf dem Zufallsprinzip beruhenden Verlosung unter allen Teilnehmern. Ist das Gewinnspiel mit einer Aufgabe verknüpft, kommen ausschließlich diejenigen Teilnehmer in die Verlosung, welche die Aufgabe korrekt durchgeführt haben.

Die Gewinner der Verlosung werden zeitnah über eine gesonderte Email über den Gewinn informiert.

 

Die Aushändigung des Gewinns erfolgt ausschließlich an den Gewinner. Ein Umtausch, eine Selbstabholung sowie eine Barauszahlung des Gewinns sind nicht möglich.

Eventuell für den Versand der Gewinne anfallende Kosten übernimmt der Betreiber. Mit der Inanspruchnahme des Gewinns verbundene Zusatzkosten gehen zu Lasten des Gewinners. Für eine etwaige Versteuerung des Gewinns ist der Gewinner selbst verantwortlich.

Meldet sich der Gewinner nach zweifacher Aufforderung innerhalb der gegebenen Frist nicht, kann der Gewinn auf einen anderen Teilnehmer übertragen werden.

 

Beendigung des Gewinnspiels

Der Veranstalter behält sich ausdrücklich vor, das Gewinnspiel ohne vorherige Ankündigung und ohne Mitteilung von Gründen zu beenden. Dies gilt insbesondere für jegliche Gründe, die einen planmäßigen Ablauf des Gewinnspiels stören oder verhindern würden.

 

Datenschutz

Für die Teilnahme am Gewinnspiel ist die Angabe von persönlichen Daten notwendig. Der Teilnehmer versichert, dass die von ihm gemachten Angaben zur Person, insbesondere Vor-, Nachname und Emailadresse wahrheitsgemäß und richtig sind.

Der Veranstalter weist darauf hin, dass sämtliche personenbezogenen Daten des Teilnehmers ohne Einverständnis weder an Dritte weitergegeben noch diesen zur Nutzung überlassen werden.

Eine Ausnahme stellt das für die Durchführung des Gewinnspiels beauftragte Unternehmen dar, welches die Daten zum Zwecke der Durchführung des Gewinnspiels erheben, speichern und nutzen muss.

 

Im Falle eines Gewinns, erklärt sich der Gewinner mit der Veröffentlichung seines Namens und Wohnorts in den vom Veranstalter genutzten Werbemedien einverstanden. Dies schließt die Bekanntgabe des Gewinners auf der Webseite des Betreibers und seinen Social Media Plattformen mit ein.

 

Der Teilnehmer kann seine erklärte Einwilligung jederzeit widerrufen. Der Widerruf ist schriftlich an die im Impressumsbereich der Website im Impressum angegebenen Kontaktdaten des Veranstalters zu richten. Nach Widerruf der Einwilligung werden die erhobenen und gespeicherten personenbezogenen Daten des Teilnehmers umgehend gelöscht.

 

Facebook Disclaimer

Diese Aktion steht in keiner Verbindung zu Facebook und wird in keiner Weise von Facebook gesponsert, unterstützt oder organisiert.

 

Anwendbares Recht

Fragen oder Beanstandungen im Zusammenhang mit dem Gewinnspiel sind an den Betreiber zu richten. Kontaktmöglichkeiten finden sich im Impressumsbereich der Website.

Das Gewinnspiel des Betreibers unterliegt ausschließlich dem Recht der Bundesrepublik Deutschland. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

 

Salvatorische Klausel

Sollte eine Bestimmung dieser Teilnahmebedingungen ganz oder teilweise unwirksam sein oder werden, so wird dadurch die Gültigkeit dieser Teilnahmebedingungen im Übrigen nicht berührt. Statt der unwirksamen Bestimmung gilt diejenige gesetzlich zulässige Regelung, die dem in der unwirksamen Bestimmung zum Ausdruck gekommenen Sinn und Zweck wirtschaftlich am nächsten kommt. Entsprechendes gilt für den Fall des Vorliegens einer Regelungslücke in diesen Teilnahmebedingungen.

Viel Glück und Erfolg wünscht COMEBACKSTAGE!

BANG YOUR HEAD!!! Festival 2016 – das war Rock’n’Roll!

Hallo Rocker!

Wow, das war vielleicht eine Party letztes Wochenende beim diesjährigen BANG YOUR HEAD!!! Festival! Schon zum 21. Mal trafen sich alle feierwütigen Rocker, die Mal wieder Haarspray, Kutten & Co. auspacken und zu Headlinern wie TWISTED SISTER, SLAYER und ICED EARTH  ordentlich Ihre Mähnen schütteln wollten, im beschaulichen Balingen.

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Metalheads aus der ganzen Welt reisten an, um Teil des meiner Meinung nach, coolsten Festivals in Deutschland zu werden! Das BANG YOUR HEAD!!! Festival hat die perfekte Größe, für mich eine optimale Lage und wie immer ein großartiges Line-Up. Im Gegensatz zu den anderen Festivals dieses Jahr, stand das BANG YOUR HEAD!!! Festival auch wettermäßig unter einem guten Stern. Neben großartigen Gigs hochkarätiger Bands und solche, die es vielleicht einmal werden, gibt es hier beim BANG YOUR HEAD!!! Festival auch Autogrammstunden mit den Künstlern, einen großen Sammler-Markt und eine Metal-Börse. Was mich aber mit am meisten fasziniert hat, ist dass ALLE Mitarbeiter und allgemein alle Mitwirkenden unglaublich nett waren und hatten ein Lächeln im Gesicht hatten, ganz gleich wie stressig die Situation auch gewesen sein mag – das habe ich wirklich, wirklich selten in dieser Form erlebt und es hat mich total gefreut!! Wirklich Hut ab vor dem GANZEN Team und ein dickes DANKE! So machen Veranstaltungen Spaß.

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Mittwoch, 13. Juli 2016 

Bereits am Mittwoch fand das Warm-Up statt, für das die Balinger Messehalle kurzerhand zur Anlaufstelle für Power- und Thrash-Metaller umfunktioniert wurde. SODOM, OVERKILL und RAGE machten also den Anfang und die Fans waren begeistert!

Donnerstag, 14. Juli 2016

Den Auftakt am Donnerstag machten STALLION, eine deutsche Metal-Band, die noch auf der eigenen Facebook-Seite stolz verkündete, wie großartig es sei nach zehn Jahren als Besucher beim BANG YOUR HEAD!!! Festival dabei gewesen zu sein, endlich auf der Main Stage abrocken zu dürfen. Das ist sicher ein geiles Gefühl… Herzlichen Glückwunsch, Jungs!😉 Danach waren die kalifornischen LEATHERWOLF am Start und begleiteten die Metaller durch den Mittag. Babylon A.D. waren nach ihrer Reunion vor drei Jahren auch wieder mit von der Partie, so auch die irischen Battle Beast.

Mein persönliches Highlight am Donnerstag war die Allstar-Band THE DEAD DAISIES. Die Männer die früher bei keinen geringeren als Whitesnake, Mötley Crüe, Foreigner, The Lizzy & Co. gespielt/gesungen haben, verstehen es wie kaum eine andere Band, den guten alten Hard-Rock zurück in die Herzen der Rocker zu bringen! Der charismatische Frontmann John Corabi erinnert dabei nicht nur mich an eine jüngere Version von Steven Tyler… Das umwerfende Lächeln von Gitarrist Doug Aldrich und der Sex-Appeal des Bassisten Marco Mendoza ließen Frauenherzen höher schlagen! Rundum eine großartige Band, die man live gesehen haben muss! Ich bin mir sicher, dass sie hier einige Metalheads von sich überzeugt haben! Wir dürfen auf das Album „Make Some Noise“ gespannt sein, das am 05. August 2016 veröffentlicht wird.

Die Bühne rockten am Donnerstag unter anderem noch DRAGONFORCE, CANDLEMASS und CARCASS. Letztere waren erstmals beim BANG YOUR HEAD!!! Festival zu Gast – was wieder einmal zeigt, dass die Veranstalter ein verdammt gutes Händchen bei der Bandauswahl beweisen! Die Engländer von Carcass überzeugten und heizten das Publikum ordentlich für den Headliner SLAYER ein. SLAYER werden Ihrem Ruf gerecht und gaben eine Thrash-Metal-Show der Extraklasse ab.

Freitag, 15. Juli 2016

Am Freitag machten NIGHT DEMON den Anfang, eine Newcomer-Band die mit mächtig Spaß auf der Bühne stand! Danach kamen die Happy-Metaller von FREEDOM CALL auf die Bühne – außer verdammt guter Laune blitzte hier sogar noch das ein oder andere Mal die Sonne durch! Während draußen noch MANILLA ROAD und IMPELLITTERI spielten, rockten in der Messehalle die Jungs von TIGERTAILZ.
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Sie brachten ein Stück der achtziger zurück ins Ländle und machten Lust sich in Leggings zu schmeißen und das Haarspray auszupacken. Sie überzeugten viele Zuschauer mit Ihrer echt genialen Show – hier konnte niemand einfach nur still dastehen.

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Melodien die sofort ins Ohr gehen und klassische Hair-Metal Texte erschaffen Songs, die einem mit Sicherheit ein paar Stunden nicht aus dem Kopf gehen… Mit den walisischen TIGERTAILZ konnte ich nach der Show auch noch quatschen – das Interview folgt in kürze.

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Kurz nach meinem Interview mit Rob, Jay, Berty und Matthew gingen die Altrocker von NAZARETH auf die Bühne.

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Diese müssen seit 2015 auf Frontman Dan McCafferty aus gesundheitlichen gründen verzichten. Sie fanden in Carl Sentance einen würdigen Ersatz – mit seinem Charisma und seiner sehr passenden Stimme, brachte er die Hits der Schotten authentisch rüber.

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Selbst die dunkelsten gekleideten Metaller, die mit den größten Nieten und verrücktesten Frisuren schmolzen bei Songs wie Dream On und Love Hurts dahin – ich habe es mit eigenen Augen gesehen!😉 Auch mit den Männern von NAZARETH hätte ich gerne noch geredet, allerdings musste die Band aufgrund von gesundheitlichen Gründen früher vom Festival abreisen. Schade – aber vielleicht klappt es ja das nächste Mal!

ANNIHILATOR und TESTAMENT rockten noch ordentlich ab, um schließlich dem Headliner von Freitag Platz zu machen: Die Glam-Metal Herren um Dee Snider von TWISTED SISTER. Sie waren mein persönliches Highlight des diesjährigen BANG YOUR HEAD!!! Festivals – vielleicht sogar mein Konzerthighlight 2016 – bisher…😉 Dee Snider ist einfach Entertainer durch und durch: Er versteht es, das Publikum anzuheizen und zum Rocken zu bewegen.

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Außerdem schafft er es wie kein anderer, dem Publikum Freudentränen und Gänsehaut zu bescheren und im nächsten Augenblick zum Lachen zu bringen! Er wirkt mit seinen 61(!) Jahren fitter als alle Besucher des BANG YOUR HEAD!!! Festivals zusammen und fegt über die Bühne wie ein wildgewordener Flummi. Er regt das Publikum mit seinen Ansagen dazu an, mitzumachen. Man fühlt sich wie ein Teil eines ganz großen ganzen, ein Teil der Rock’n’Roll Familie.

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Die Rock-Hymnen „I Wanna Rock“ und „We’re Not Gonna Take It“ durften natürlich nicht fehlen… Wobei er bei letzterem Song auch unmissverständlich deutlich machte, was er von den Anschlägen und dieser immer verrückter werdenden Welt derzeit hält. Er rief alle dazu auf, es nicht hinzunehmen „WE’RE NOT GONNA TAKE IT!“ – ein legendärer Gänsehaut-Moment, den das Publikum sicherlich nie vergessen wird.

Schade, dass TWISTED SISTER sich auf ihrer Abschiedstournee befinden – letztes Jahr verstarb leider der Drummer A.J. Pero… Ihm und natürlich dem allseits geliebten und vermissten Lemmy widmeten Sie auch das legendäre Lied „The Price“.

Samstag, 16. Juli 2016

Den Samstag eröffneten die Schweden von BLACK TRIP. Die Ladies von GIRLSCHOOL waren den meisten schon bekannt – sie waren nämlich jahrelange Weggefährten von Lemmy – demnach war auch das Messegelände schon prall gefüllt… DELAIN und TANKARD wärmten mit GRAVE DIGGER die Bühne für URIAH HEEP auf. Die Hardrock-Urgesteine standen fit und mit einer Überzeugungskraft auf der Bühne, von der die jüngeren Kollegen sich inspirieren lassen können! DIRKSCHNEIDER rockte mit seinem Best-Of-Accept-Programm die Bühne – schön, dass uns die Songs noch auf diesem Wege erhalten bleiben.

Der letzte Headliner dieses Jahr waren ICED EARTH. Mit einer unvergleichbaren Lichtshow und einer tollen Setlist rissen die US-amerikaner das Publikum mit und schlossen das BANG YOUR HEAD!!! Festival 2016 würdig ab.

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Abschließend ist zu sagen, dass das BANG YOUR HEAD!!! Festival mein absoluter Favorit ist. Die familiäre Atmosphäre macht einem einfach nur Lust, ein Teil davon zu werden!! Alles wirkt freundlich und ist super-organisiert, wie oben schon erwähnt sind ALLE involvierten Mitarbeiter einfach ganz große Klasse. Es wirkt eher wie eine große Rock’n’Roll-Party unter (zugegebenermaßen rund 20.000…) Freunden, und das bei verdammt geiler Musik!

Für mich ist klar, dass ich nächstes Jahr wieder am Start sein werde! Zumal einer meiner absoluten All-Time-Lieblinge, VINCE NEIL (Sänger von Mötley Crüe) als erster Headliner bestätigt ist! Ich freue mich wirklich unglaublich darauf, 2017 wieder zusammen mit Euch abzurocken. Wer nicht kommt ist selbst Schuld! Und wer weiß, wem ich dann Backstage so alles mein Mikro unter die Nase heben darf…😉

Eure Ornella.

Long live Rock’n’Roll!

Interview mit Jim Müller, Kissin‘ Dynamite

Hallo Rocker!

Bei der Release Party zu „Generation Goodbye“ in der Rockfabrik Ludwigsburg habe ich Jim Müller von Kissin’ Dynamite getroffen. Vor vier Jahren haben wir uns beim Dreh von „Six Feet Under“ kennengelernt, ich habe Euch hier mal eine kleine Collage gebastelt:

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Wir sind ein bisschen älter, reifer und weiser geworden, aber das ist wie mit den guten Weinen…😉

Ich fand es sehr spannend zu erfahren, wie Kissin’ Dynamite an diesem Album gearbeitet haben und welche Stories hinter den Songs stecken. Außerdem war es sehr beruhigend zu erfahren, dass es noch echte Rocker gibt, die auf Tour auch gerne mal auf den Putz hauen! Aber lest selbst…

Comebackstage:
Hi Jim, schön Dich wiederzusehen! (lächelt)

Jim Müller:
Hi Ornella, freut mich auch! (lächelt)

Comebackstage:
Ihr habt mit Kissin’ Dynamite jetzt Euer fünftes Studioalbum „Generation Goodbye“ veröffentlicht  – wie habt Ihr Euch seit Eurer ersten Platte verändert?

Jim Müller:
Ande und ich sind breiter geworden… (lacht) Es hat sich wie immer viel verändert, da wir eine Band sind, die sich nicht auf irgendwelche Lorbeeren ausruhen will! Wir überlegen uns eigentlich schon sobald die neue Platte draußen ist, was wir das nächste Mal anders machen wollen.  Da war ziemlich schnell klar, dass wir dieses Mal viel selbst machen wollen. Wir haben bisher ziemlich viel mit unserem Produzenten zusammengearbeitet seit 2007, auch was das Songwriting angeht… Für „Generation Goodbye“ wollten wir alle Songs selbst schreiben und das hat meiner Meinung nach echt gut funktioniert! (lächelt) Wir sind sehr glücklich mit dem Ergebnis. Wobei es als Band immer sehr schwierig ist einzuschätzen, man macht immer das, worauf man Lust hast, und das ist in dem Moment einfach am geilsten und macht am meisten Spaß. (lächelt) Jede Band sagt immer, dass das neuste Album das sie rausgebracht haben, das Beste aller Zeiten ist – was es aber aus der Sicht der Band aber auch ist! Es spiegelt nämlich genau die Situation wieder, in der die Band sich gerade befindet, musikalisch und auch textlich gesehen.

Comebackstage:
Und wo habt ihr Euch während den Arbeiten an „Generation Goodbye“ befunden?

Jim Müller:
Naja, wir haben uns in letzter Zeit ziemlich aufgeregt über die ganzen Leute, die immer am Smartphone hängen… Es gab letztens eine Szene: Es stand ein Mädel in der ersten Reihe… Wenn man da das Smartphone auspackt um Bilder zu machen oder ein Video zu drehen, kann ich es gerade noch so verstehen, weil man versucht einen Augenblick festzuhalten… Aber wenn man SMS(!) schreibt, das kann ich dann nicht verstehen.

Comebackstage:
Achwas, das glaube ich nicht!

Jim Müller:
Doch, ohne Witz!! Ich hab Ihr dann echt ein paar Songs lang zugeschaut und dann war’s mir zu blöd, ehrlich! Ich habe ihr dann, während Sie drauf gestarrt hat, das Handy weggenommen, auf meinen Verstärker gelegt, und Ihr nach dem Konzert wiedergegeben. Die war echt mega beleidigt! Kannst Du Dir das vorstellen?

Comebackstage:
Ehrlich gesagt nicht, nein. Das ist echt dreist!

Jim Müller:
Ich hab Ihr dann einfach nur gesagt: „Wenn Du zum SMS schreiben kommst, dann kannst Du auch nach hinten stehen. Mach einfach nur Platz, es gibt nämlich genug Leute, die in die erste Reihe wollen.“

Comebackstage:
Wo war das?

Jim Müller:
Ich glaube es war in der Matrix, in Bochum dieses Jahr. Zu diesem Zeitpunkt hatten wir sogar schon den Song dazu geschrieben und es hat alles so perfekt gepasst. (lacht)

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Comebackstage:
Wie lief es mit der Produktion des Albums?

Jim Müller:
Wir haben einfach alle Songs selbst geschrieben, und Hannes hat dann angefangen zu produzieren. Er hat ja inzwischen fertig studiert an der Popakademie in Mannheim, wo ich seit September auch bin. (lächelt) Es ist dann auch immer geiler geworden was er im Studio gemacht hat,… Die Gitarrenpuren habe ich zum Beispiel in meiner kleinen Studentenbude aufgenommen (grinst) während der letzten Prüfungszeit (grinst) – ich war SEHR beliebt im Wohnheim! (lacht) Irgendwann rief er an und meinte, dass er es jetzt gerne zum Mix geben würde, was uns alle verwirrt hat, weil das Ding für uns fertig war! Er ist sehr selbstkritisch, was auch gut ist, und dem Mann dem wir es gegeben haben zum Gegenhören meinte, dass man da nichts mehr machen kann. Das war GEIL! (lächelt)

Comebackstage:
Woher habt Ihr denn die Mittel, das alles selbst zu produzieren?

Jim Müller:
Hannes arbeitet mittlerweile mit unserem Produzenten zusammen, ist fest im Team und hat da das Studio zur Verfügung. Wenn er da nichts mit dem Produzenten macht, kümmert er sich um Kissin’ Dynamite. Er ist früher aufgestanden, hat bevor die Produzenten ins Studio kamen an der Platte gearbeitet, dann hat er mit den Produzenten an anderen Projekten gearbeitet… Die Produzenten sind dann wieder verschwunden und er hat weiter an dem Album gearbeitet!

Comebackstage:
Oh wow – das klingt nach einem Haufen Arbeit und langen Arbeitstagen!

Jim Müller:
Er sagt selbst, dass er gar nicht weiß, wie das Album zustande gekommen ist… Es war immer so viel aber doch zwischendurch… Und auf einmal war es fertig! (lächelt)

Comebackstage:
Wo ist das Studio denn?

Jim Müller:
In Flensburg. Der nächste Weg. (grinst)

Comebackstage:
Da wohnt er dann auch natürlich…?

Jim Müller:
Genau, er ist extra für die Release-Party hergeflogen und ist auch erst seit einer Stunde da…

Comebackstage:
Wie macht Ihr es denn mit dem Proben?

Jim Müller:
Wir machen es immer vor der Tour – zwei Wochen intensiv – und jeder probt natürlich das Zeug daheim… Durch das Studio kann natürlich auch jeder den Song schon… Das ist einfach drin, und man muss es dann nur noch zusammentragen, das geht relativ schnell. (lächelt) In der ersten Woche gehen wir alles Stück für Stück durch, und in der zweiten Woche spielen wir einfach nur den Gig am Stück. Dann haben wir ja noch das große Glück, dass wir so oft spielen können… (lächelt) Wenn man dann etwas längere Pausen hat ist das auch nicht weiter schlimm…

Comebackstage:
Ehrlich? Ich stelle mir das ziemlich schwierig vor…

Jim Müller:
Ist es nicht! Es ist ja DEIN Song. Bei Cover tu ich mich eher schwer. Wenn ich manchmal ganz zur Freude der Nachbarn, gegen 1 Nachts noch Bock auf eine Runde Maiden hab, hab ich den Song schon wieder vergessen… Und das obwohl ich den ungefähr einmal in der Woche spiele. (lacht) Aber das ist ja auch nicht mein Song, die spielen anderes als ich, das ist nicht mein Stil… Bei den eigenen Songs ist das anders, der bleibt Dir viel länger im Gedächtnis, weil auch wenn Du Dich nicht ganz genau weißt wie er geht, weißt du UNGEFÄHR wie er geht. Und dann spielst Du ihn so wie Du denkst, und so hast DU es im Studio ja auch gemacht und beim schreiben! (grinst) Das läuft dann ganz natürlich…

Comebackstage:
Schreibt dann bei Euch jeder die eigenen Parts oder wie läuft das?

Jim Müller:
Es ist tatsächlich ganz unterschiedlich. Die Texte schreibt hauptsächlich Andi unser Drummer; von den 11 Songs auf dem neuen Album hat er 10 geschrieben! Einen hat Hannes geschrieben… Wenn ich es richtig im Kopf habe. (lächelt) Und so haben wir es schon bei Megalomania gemacht, das hat super funktioniert. Andi hat tolle Bilder im Kopf, und dabei trifft er beim Schreiben noch Hannes’ Stil, was sehr wichtig ist. Die Gitarrenriffs kommen meistens von uns, wobei Hannes oftmals echt geile Ideen hat… Das ist total krass, kann kaum Gitarre spielen und schreibt ein besseres Riff als ich… (lacht) Das ist so ein kleines Ego-Ding, aber das Bessere gewinnt und gut ist. (lächelt) Wir kennen uns so lange, dass wir alles beiseite schieben können und uns aufs Wesentliche konzentrieren.

Comebackstage:
Wie lange spielt Ihr denn schon zusammen?

Jim Müller:
In der Konstellation seit 2007… Und davor war nur Steffen nicht dabei!

Comebackstage:
Das sind schon 9 Jahre!

Jim Müller:
Der Rest der Band spielt schon länger zusammen, ich war 13 als Hannes mich damals gefragt hat.

Comebackstage:
Süß! (grinst)

Jim Müller:
12 Jahre Spiele ich mit Hannes und Ande zusammen… Mit Andi habe ich sogar schon gespielt als ich gerade mal 10 Jahre alt war.

Comebackstage:
WAS?!

Jim Müller:
Ja! (grinst) Wir waren beide auf dem Gymnasium und er hat angefangen Schlagzeug zu spielen. Dann hat ER mir meine ersten Gitarren-Riffs gezeigt. (lächelt) So die Rolling Stones und AC/DC Sachen… Dementsprechend ist es wirklich was krasses. Darum beneiden uns auch ganz viele Bands! Das spürst Du auch – es ist mehr als nur eine Band –  ich bezeichne es sogar als Familie. Egal was wichtiges passiert oder ansteht, die Band erfährt es als erste.

Comebackstage:
Das klingt schön… (lächelt) Dann ist es auf Tour doch bestimmt auch ziemlich geil oder?

Jim Müller:
Absolut! Man denkt immer irgendwann wird es ruhiger, aber bei uns ist es immer die pure Eskalation, weil wir uns so freuen die anderen zu sehen! (lacht) Selbst wenn wir nur einen Tag unterwegs sind,… Ich bezeichne es immer als einen Junggesellenabschied ohne Junggeselle! (lacht)

Comebackstage:
Was macht Ihr denn dann, wenn einer von Euch tatsächlich unter die Haube kommt? (grinst)

Jim Müller:
Das wird mal richtig spannend! Weil das muss man alles erstmal toppen! (lacht)

Auf dem neuen Album haben wir das alles irgendwie richtig gut verewigen können, weil es eben unsere Songs und unser Sound sind! Vor allem Hannes hat einen riesen Schritt gemacht, indem er sich selber im Studio recorded hat. Und das ist so kompliziert! Das habe ich auch mit den Riffs gemerkt: Normal spielst Du das Riff, und ein Außenstehender der an den Knöpfen sitzt sagt Dir mach das anders, spiele es nochmal… Dann versuchst Du das umzusetzen. Eigentlich bist Du da eher eine umsetzende als eine kreative Funktion. Wir haben gemerkt dass es viel länger dauert, wenn man es selbst macht, dafür wird es aber viel geiler! Außer für Hannes, für ihn ging es viel schneller, weil er es einfach so singen konnte, wie er es tatsächlich fühlt! Ich persönlich kaufe ihm dadurch jedes Wort ab, das er da singt! Besonders bei den Balladen, wo die Stimme ja mehr im Vordergrund ist… Also ich hatte Gänsehaut als ich es zum ersten Mal gehört hab!

Bei den Gitarren, zumindest bei mir, dauert es hingegen länger. Man spielt es ein und denkt sich „boah das ist geil!“ – dann hört man es nach ein paar Stunden wieder an und setzt sich direkt nochmal hin um das ein oder andere zu ändern…

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Comebackstage:
Du hast jetzt viel vom neuen Album erzählt… Aber was erwartet denn die Fans?

Jim Müller:
Hmm… Ich würde sagen ein Mix aus Money, Sex and Power und Megalomania! In Megalomania sind wir viel auf Synthesizer gegangen und so, weil das zu der Zeit einfach unser Ding war. Wir machen immer das, worauf wir in dem Moment Lust haben.

Comebackstage:
Wäre ja auch schlimm wenn nicht…

Jim Müller:
Absolut! Das wäre dumm wenn wir uns einreden würden, dass wir eine zweite Money, Sex and Power oder Megalomania machen müssen. Du entwickelst Dich ja persönlich weiter, und das nimmst Du dann noch mal fünf! Ich finde es krass UND bemerkenswert, wenn Bands das schaffen und dabei auch Spaß haben, immer gleich zu klingen! Siehe AC/DC zum Beispiel… Die ziehen ihr Ding von vorne bis hinten durch und das ist GEIL. Aber es gibt solche und solche Bands… Mötley Crüe hat sich – haben sich, es gibt sie ja leider nicht mehr – immer weiterentwickelt! Und das finde ich als Fan spannender.

Comebackstage:
Ich finde es auch total spannend, viele finden das aber eher weniger gut.

Jim Müller:
Stimmt, aber viele finden es auch kacke wenn Du immer das gleiche machst!

Comebackstage:
Naja man kann es sowieso nicht jedem recht machen. (grinst)

Jim Müller:
Das sowieso. (grinst) Das darf auch niemals das Ziel sein. Wenn Du es versuchst es ständig jedem recht zu machen, dann hast du verloren. Du machst dann einen Einheitsbrei, das weder Fleisch noch Fisch ist. Darum gibt es nichts geileres als auf Dich selbst zu hören und das zu machen, worauf Du bock hast! Das ist ehrlich, und das kaufen Dir die Leute auch ab.

Comebackstage:
Wenn es Ihnen dann gefällt ist es gut und wenn nicht – ist es dann auch egal!

Jim Müller:
Da stimme ich Dir voll zu – dann haben sie Pech gehabt – weil dann ist es mein Ding und genau das, was ich für richtig halte. Aber bisher hatten wir ganz arg Glück. (grinst)

Um auf die Platte zurückzukommen, die Synthesizer von Megalomania haben wir diesmal mit Gitarren ersetzt. Es ist härter, brutaler und geiler.

 

Comebackstage:
Habt Ihr auch eine Headliner Tour geplant?

Jim Müller:
Ja, wir sind ab Ende Oktober auf Tour. Deutschland, Österreich, Schweiz, Italien, Tschechien und Ukraine!

Comebackstage:
Oh wow was treibt Euch da hin? (grinst)

Jim Müller:
Wir sind angefragt worden! (grinst) Da hatten wir total bock drauf. Wir schauen immer so gut es geht, dass wir etwas dazunehmen, was wir noch nicht gespielt haben. Dieses Mal ist eben die Ukraine das Kissin’ Dynamite Neuland. (lächelt) Zu Money, Sex and Power war es Japan… Jetzt die Ukraine – nicht ganz so weit – aber viele in der Band haben schon Schiss.(grinst)

Comebackstage:
Gehörst Du da dazu? (lächelt)

Jim Müller:
Nein, ich bin Abenteurer! (grinst) Das hab ich von meinem Vater. Der ist Extrem-Bergsteiger und ein Adrenalinjunkie. Daher habe ich mega Bock drauf. (grinst)

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Comebackstage:
Gibt es einen großen Unterschied, was die Fans anbelangt?

Jim Müller:
Total! In Europa gibt’s ein Nord-Süd Gefälle… Im Norden sind sie eher die …“Cool-Men“, sie stehen da, gehen nicht groß ab, kommen aber nach der Show her und sagen, dass es das geilste wäre, was sie je gesehen haben. (grinst) In italien, Süditalien, ganz krass!

Comebackstage:
Wo habt Ihr dort gespielt?

Jim Müller:
Ahh wie hieß die Stadt noch gleich… Bari!

Comebackstage:
(lacht) Da kommt meine ganze Familie her!

Jim Müller:
Nein, echt!! Wie geil. (grinst)

Da haben wir jedenfalls gespielt, es war eine tausender-Halle, und alle sind total abgegangen!! Nach der Show kamen sie dann her und sagen… „Ja, das war nicht schlecht!“ – wirklich eine unterschiedliche Welt.

In Japan ist es sowieso unglaublich. Da spielt eine Band und BÄM. Es geht pervers ab! Da will man als Musiker gar nicht mehr weg, das ist der Place to be. (lächelt)

Comebackstage:
Klingt danach, als müsste man mal ein Konzert in Japan erleben! (lächelt)

Ihr habt inzwischen schon einige Videos zu Generation Goodbye rausgebracht. Besonders gecatcht hat mich „If clocks were running backwards“ vor allem Weil es, und das nicht nur bei mir, viele Fragen offen lässt – was ist die Story dahinter?

Jim Müller:
Prinzipiell ist es ein Rückblick auf eine Beziehung die wunderbar scheint. Auf einmal passiert irgendetwas, da kann man jetzt munkeln, ich persönlich verstehe es so: Es passiert ein Unfall, Hannes rennt ins Klinikum und dann… Wollten wir das Ende offen lassen. (grinst)

Comebackstage:
Ich habe es schon geahnt, dass Du das sagen würdest. (grinst)

Jim Müller:
Wir haben auch verschiedene Szenen gedreht um es aufzuklären, aber wir fanden es schöner wenn es offen ist und jeder sich so die eigenen Gedanken dazu machen kann. Die ganze Platte ist so konzipiert, dass sie eine klare Message rüberbringt, die aber trotzdem auch für jeden was persönliches ist. Man darf es nicht zu krass einschränken, da es in der Musik generell vor allem darum geht, dass jeder einen Zugang dazu hat. Für den einen geht mit einem Song die Sonne auf, während der andere sich fühlt als wäre es im tiefsten und dunkelsten Wald – aber beide fühlen sich wohl! (lächelt)

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Comebackstage:
Früher habt Ihr Euch stark im der Glam-Genre bewegt – wieviel ist davon noch übrig?

Jim Müller:
Grundsätzlich sind wir moderner geworden, da wir auch moderne Musik hören mittlerweile. Zu Money, Sex and Power Zeiten gab es für uns nur 80s – wir haben nur Mötley Crüe, Skid Row und die ganzen Glam-Bands gehört – deshalb ist die Platte auch so geworden. Danach kam Japan und da waren wir in einem Dance Club und das fanden wir alle so krass, wie so minimaoistische Songs und Sounds auf Leute einwirken können.

Comebackstage:
Ich muss zugeben, das gehört zu den Dingen, die ich nie verstanden hab. (lächelt)

Jim Müller:
Geh nach Japan in einen Dance Club! Du wirst es verstehen. Das ist echt faszinierend und Du wirst Dir denken „Was zur Hölle?!“ – so ging es mir. Da haben wir uns dann auch mehr mit moderner Musik beschäftigt. Wobei ich sagen muss, dass ich schon immer der Freak war, der alles gehört hat. Ich höre auch Schlager, Blasmusik, Dance und bisschen Hip Hop und so. Ich bin beispielsweise mit Limp Bizkit, Linkin Park und Co. großgeworden, das hat mich neben AC/DC auch stark beeinflusst. Also wollten wir zeigen, dass wir auch anders können. Wir sind eben modern, wir sind nicht aus den Achtzigern, keiner von uns ist da geboren… Wir sind 1990, 1991 und 1992 geboren. Das wollten wir den Leuten damit auch klar machen, dass wir eben kein Abklatsch aus den Achtzigern sind, sondern eine junge, wilde Truppe mit aber dem Spirit! Und der ist auch geblieben. Die großen Refrains, der Spaß, der Stadion- nein der Bon Jovi-Effekt sage ich mal! Und das fehlt in unglaublich vielen modernen Songs… Eine Taylor Swift und wie sie alle heißen das noch größer machen und mehr Südion-Refrains machen würden, wären die bestimmt noch viel größer! Aber da schränken sie sich selbst ein: Nicht ganz so groß, nicht ganz so laut…

Comebackstage:
Adele macht das ganz geil finde ich!

Jim Müller:
Genau! Und das behalten wir uns auch bei – das macht uns einfach Spaß! Und jedes Mal wenn im Tourbus Livin’ On A Prayer läuft, selbst wenn es zum 10.000 Mal ist, jeder steht auf, singt und geht ab. Du kennst das ja! (grinst) Wenn der Song auf Random kommt oder Nothin’ But A Good Time… (strahlt)

Comebackstage:
…der Gute-Laune-Klassiker! (strahlt)

Jim Müller:
Ja! Da geht einem das Herz auf. Und genau diesen Spirit wollen wir behalten.

Das beste Beispiel ist „She Came She Saw“ – ein Mix aus modern, tiefe Gitarren und im Refrain geht’s auf als wär’s ein Bon Jovi Klassiker! (lächelt) Erst ist alles tief, auch Hannes’ Stimme, und dann geht quasi die Himmelspforte auf – das Zusammenspiel ist das geile.

Comebackstage:
Das gibt es so auch selten…

Jim Müller:
Richtig, und das macht es auch zu etwas Besonderem! Wenn man während der Strophe total abgeht, und sich aber gleichzeitig schon auf den Chorus freut, so müssen Songs sein! (lächelt)

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Comebackstage:
Du hattest ja die Idee auf dem Cover den Namen einer ausgelosten Person zu drucken. Wer ist es geworden und wieso?

Jim Müller:
Sie heißt Lisa Isinsane, was erstmal echt ein cooler Name ist, und das war tatsächlich Zufall! Wir haben alle Namen in einen Lostopf geworfen im Proberaum und haben einen Namen gezogen. Hätte aber auch ein Fritz Müller aus Stuttgart werden können…

Comebackstage:
…Das wäre auch witzig geworden! (lacht)

Jim Müller:
(lacht) Aber hallo!

Comebackstage:
Wenn Du einen jungen Menschen dazu bringen solltest, Rock Musik zu hören… Welchen Song würdest Du ihm vorspielen und warum?

Jim Müller:
Darf es auch ein Video sein?

Comebackstage:
Wenn er einen Song enthält… (grinst)

Jim Müller:
Ich würde ihm Girls, Girls, Girls von Mötley Crüe zeigen! (grinst) That’s the true spirit. (grinst) Er würde sofort sehen dass sie mehr Eier haben als Bushido & Co. Viele munkeln ja dass das alles gefaked ist, aber wenn Du selbst Mal auf Tour warst, dann weißt Du, dass das stimmt. (grinst) Da ist vieles nicht gefaked. (grinst)

Comebackstage:
Das ist schön, dass zu hören, freut mich für Dich! (grinst)

Jim Müller:
Danke. (grinst) Obwohl es bestimmt viele Bands gibt, bei denen es nicht so ist… Es gibt nämlich auch viele langweilige Bands, aber das sind wir nicht. (lächelt) Ich sage ja nicht, dass jede Band saufen muss,… Aber es gibt halt echt solche die Abends Ihren Tee trinken, sich über die Doktorarbeit unterhalten und dann ins Bett gehen! Aber das ist halt nicht der true Spirit of Rock’n’Roll! Rock’n’Roll ist Rebell! Und Rebell sein heißt für mich persönlich, immer ANDERS sein. Schon auf dem Schulhof war ich anderes und hab mich geschminkt, habe Leo-Leggings getragen und Schlangenlederboots – und alle fanden es scheiße! Deswegen fand ich es geil… Und ich habe es mit so einer Überzeugung gemacht, dass die Mädels es irgendwann auch geil gefunden haben. (grinst) Und jetzt kommt meine Theorie, die habe ich auch nicht aus einem Film wie Rockstar geklaut oder so (zwinkert): Wenn die Mädels Dich geil finden, wollen die Jungs sein wie Du. Und die kaufen dann die Platte! So. (grinst)

Comebackstage:
Die Theorie habe ich ja noch NIE gehört… Auch nicht in einem Film wie Rockstar oder so. (grinst)

Jim Müller:
(lacht) Und Du WILLST die Mädels haben!

Comebackstage:
Es ist ein ewiger Kreislauf… (grinst)

Jim Müller:
Das ist es. (grinst)

Comebackstage:
Wenn Du ein imaginäres Dinner haben könntest, welche drei Personen würdest Du einladen?

Jim Müller:
Yngwie Malmsteen, der sieht nämlich aus, als kennt er sich mit Essen aus! (grinst) Vito von J.B.O., mit dem habe ich die tiefgehendsten Gespräche meines Lebens gehabt! Der hat eine Allgemeinbildung, dass man sich daneben richtig dumm fühlt. Man ist immer ein bisschen drunter weil er SO viel weiß, und so viele interessante Sachen weiß! (lächelt) Mit ihm mal essen zu gehen wäre wirklich großartig! Und dann natürlich Jack Black von Tenacious D – der liebt Essen nämlich auch – so wie ich. (lächelt)

Comebackstage:
Da würde ich mich anschließen, bei gutem Essen kann ich auch nicht nein sagen! (lacht) Danke für deine Zeit Jim.

Jim Müller:
Gerne, bis zum nächsten Mal. Vielleicht beim Konzert in Stuttgart. (lächelt)

Comebackstage:
Ich werde da sein! (lächelt)

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Ich habe mich sehr gefreut, Jim mal wieder zu treffen! Es ist immer wieder schön, sich mit gleichgesinnten über Musik und die Branche zu unterhalten. Wir dürfen alle gespannt sein, wohin die Reise von Kissin’ Dynamite noch gehen wird. Jetzt wünsche ich Euch erstmal viel Spaß beim Reinhören in die Platte! Und finger Weg von den Smartphones…😉

Eure Ornella.
Long live Rock’n’Roll!