Interview mit Marco Mendoza

Hallo Rocker!

Vor kurzem habe ich mit Marco Mendoza von THE DEAD DAISIES über Skype gesprochen! Neben einigen privaten Themen, möchte ich Euch dennoch folgendes Gespräch nicht vorenthalten. Es war ein sehr inspirierendes Gespräch mit einem Menschen, bei dem man das Gefühl hat, dass er schon so ziemlich alles erlebt und verdammt viel gesehen hat.

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Quelle: Marco Mendoza privat

Comebackstage:
Hello Marco, thank you for your time.
Hallo Marco, danke für deine Zeit.

Marco Mendoza:
Hey Ornella, thank you.
Hey Ornella, danke Dir.

Comebackstage:
When did you start making music and why?
Wann hast du mit der Musik begonnen und wieso?

Marco Mendoza:
To make a long story short, I grew up in a very musical home. My father was a clarinet player, my mum was a professional singer, my grandma was a piano teacher and she taught me a lot…  So it was music all around! My parents separated, and my grandma came over from Mexico City to help my dad with parenting, because he was working a lot. She taught me to appreciate music and to train my ears. So I got really interested in music. What I liked about her, is that she was able to break it down for me, so it was easy to understand as a child. Then my brother got a guitar, he played a little bit, and then wasn’t interested that much anymore. It was very cool for me to grab the guitar and go to my room, with nobody around… I learned to play guitar with a chord book. At this point, music became my friend. I wasn’t good at sports, I was pretty awkward and to be honest, I was a pretty insecure kid. So I found that music was really therapeutic. I started investing a lot of time and energy and I got more and more interested in it. The rest just develops – the more time you spent, the better you get, like anything else.

Um eine lange Geschichte kurz zu halten: Ich bin in einem sehr musikalischen Zuhause aufgewachsen. Mein Vater hat Klarinette gespielt, meine Mutter war professionelle Sängerin und meine Oma war eine Klavier Lehrerin – sie hat mir viel beigebracht. Die Musik war überall! Meine Eltern haben sich dann getrennt, und meine Oma kam dann von Mexico City um meinem Vater bei der Erziehung zu helfen, da er viel gearbeitet hat. Sie war es die mir beigebracht hat, die Musik zu schätzen und meine Ohren zu trainieren. Dann hat es angefangen mich zu interessieren. Was mir an ihr so gefallen hat ist die Tatsache, dass sie es mir so erklären konnte, dass ich es schon als Kind verstanden habe. Als mein Bruder dann eine Gitarre bekommen hat und ein bisschen mit ihr gespielt hat bevor sie langweilig wurde, schnappte ich sie mir. Es war toll mich in mein Zimmer verkriechen zu können, niemand um mich rum. Ich habe mir das Gitarre spiele mit einem Buch beigebracht. An dieser Stelle, wurde die Musik mein Freund. Ich war nie wirklich gut im Sport, ich war ziemlich komisch und ehrlich gesagt, war ich sehr unsicher. Für mich war die Musik therapeutisch. Ich habe viel Zeit und viel Energie investiert und habe eben immer mehr Interesse entwickelt. Der Rest entwickelt sich von selbst – je mehr Zeit man investiert, desto besser wird man, wie mit allem.

Comebackstage:
Do your kids make music too?

Machen Deine Kinder auch Musik?

Marco Mendoza:
My eldest son is a Bass-player, he’s got his own career, and he even got three Grammys! Look him up, his name is Marco Renteria – his stepdad adopted him after me and his mum got divorced, so he got his name. Then I have a 9-year old and a 13-year old.They’ve shown some interest, but I don’t see the passion, the drive…

Mein ältester Sohn ist Bassist, er hat schon seine eigene Karriere und hat sogar drei Grammys bekommen, google ihn, er heißt Marco Renteria – sein Stiefvater hat ihn adoptiert, nachdem seine Mutter und ich uns haben scheiden lassen, deshalb trägt er seinen Namen. Dann habe ich noch ein 9-jähriges und ein 13-jähriges Kind. Sie haben etwas Interesse gezeigt, aber ich spüre noch nicht die Leidenschaft dafür…

Comebackstage:
Maybe they’re just too young…

Vielleicht sind sie einfach noch zu jung…

Marco Mendoza:
Maybe they’re too young… Here in the U.S. there are so many options offered: A lot of sports, a lot of different activities, so what’s cool this year wouldn’t be cool next year. My kids have done all the things you can imagine – dancing, singing, guitar… And they have good ears, a good sense for melody and being in tune. I recognize that and I encourage it a little bit, but I won’t be the pushing parent.

Vielleicht sind Sie zu jung… Hier in den USA hat es einfach zu viele Optionen: Viel Sport, viele verschiedenen Aktivitäten… Was dieses Jahr interessant und In ist, ist es nächstes Jahr vielleicht schon nicht mehr. Meine Kinder haben schon alles probiert was man sich ausmalen kann – tanzen, singen, Gitarre-spielen… Und sie haben gute Ohren, einen guten Sinn für Melodie und im Töne-Treffen. Ich erkenne das und ermutige sie ein bisschen, aber ich werde sie nicht drängen.

Comebackstage:
Well if you would, they’d sure quit…

Vermutlich würden sie es dann erst recht nicht machen…

Marco Mendoza:
Yes, and I think, listen: If you find the calling, for whatever it is that you’re gonna do in life, Ornella, you gotta find it on your own! It’s from the inside, you realize what it is that gives you that pleasure, the satisfaction, that passion-driven thing. And nobody can still that hunger in you, nobody outside. No matter who it is. But of course, if my kids would ask me for help, I would do anything possible to make it available for them.

Ja und hör zu: Wenn du das Rufen hörst, egal was Du in Deinem Leben tun wirst, Ornella, Du musst es selbst finden! Es kommt von innen und dann findest Du raus was es ist, dass Dir die Befriedigung gibt, das Vergnügen… Diese Sache die von der Leidenschaft lebt. Und niemand kann diesen Hunger in Dir stillen, niemand da draußen. Egal wer es ist. Aber natürlich, wenn meine Kids mich um Hilfe bitten würden, würde ich alles für Sie zugänglich machen! 

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Quelle: Marco Mendoza privat

Comebackstage:
You’ve been in Moscow lately. What have you been doing there Marco?

Du warst letztens in Moskau. Was hast du dort gemacht, Marco?

Marco Mendoza:
I’m doing an amazing project, but I’ve been asked not to talk about it until we do a press release, which is gonna be next year. But let’s just say it’s very creative, there’s a lot of people that are well-respected in the industry involved, I’m producing, writing… The whole thing! And it’s gonna be a global project, and I’m blown away by the opportunities that have come my way, and I embrace it!

Ich arbeite an einem tollen Projekt, aber ich darf bis zur Veröffentlichung der Pressemitteilung nicht darüber reden, und das ist nächstes Jahr. Aber sagen wir’s mal so: Es ist sehr kreativ, es sind viele respektierte Menschen der Branche dabei, ich produziere, schreibe… das komplette Ding. Und es wird ein sehr globales Projekt, die Chancen die sich mir geboten haben, haben mich umgehauen! Und die nehme ich gerne an.

Comebackstage:
I’m curious now…

Jetzt bin ich neugierig…

Marco Mendoza:
Well, we just want to get further along. There’s a lot cooking right now – we’d like to bring it to Abbey Road to record.

Naja, wir wollen einfach weitermachen. Da brodelt noch einiges – und wir würden es gerne in den Abbey Road Studios aufnehmen.

Comebackstage:
Ah I remember, you like the Beatles pretty much, don’t you?! (smiles)

Ahh, ich erinnere mich, du magst die Beatles ziemlich, nicht wahr?! (lächelt)

 

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Marco Mendoza:
I LOVE the Beatles (smiles), and recording it there would absolutely be a landmark for me. It would be the best thing ever. Abbey Road was my first album as I was just a child. To be there would really mean a lot to me – I hope that it will happen!

My focus right now are still The Dead Daisies with the new album – but I’d also like to do a solo album. The songs are there, I just need the time… Maybe next year – I love having many projects, it is so fulfilling! I think you can understand it, you seem to do what you love and what makes you happy, don’t you?! (smiles)

Ich LIEBE die Beatles (lächelt), und die Platte dort aufzunehmen wäre wirklich ein Lebensabschnitt für mich. Es wäre das Beste überhaupt. Abbey Road war mein erstes Album, ich war noch ein Kind. Dort zu sein würde mir wirklich sehr viel bedeuten – ich hoffe das wird passieren!

Mein Fokus derzeit liegt natürlich bei den Dead Daisies mit dem neuen Album – aber ich würde auch sehr gerne nochmals ein Solo-Album machen. Es gibt schon Lieder, ich bräuchte einfach nur die Zeit… Vielleicht nächstes Jahr – ich liebe es so viele Projekte zu haben, es erfüllt mich! Ich glaube Du kannst das ganz gut verstehen, Du scheinst das zu lieben was Du tust und was Dich glücklich macht, oder?! (lächelt)

Comebackstage:
I absolutely do! This is what I love, what else can I say. (smiles)

Das tue ich absolut! Das ist einfach das, was ich liebe, was soll ich mehr dazu sagen. (lächelt)

Marco Mendoza:
That’s good to hear! But Ornella, remember one thing: No matter what you do, don’t forget to take your business head with you! That’s reality. In any artistically or creative project, you HAVE to put your business head on! It took me a long time to learn, even in the past ten years, you have to have your business sense together. Otherwise it will never fly, whatever it is you are doing.

Das ist schön, das zu hören! Aber Ornella, denk an eine Sache: Egal was DU tust, vergiss niemals, deinen Business-Kopf mitzunehmen! Das ist die Wirklichkeit. In jeglichem künstlerischen Projekt MUSST Du deinen Business-Kopf aufsetzen! Es hat mich lange Zeit gekostet das zu lernen, sogar in den letzten zehn Jahren noch, man muss den Sinn für Business haben. Sonst wird es niemals Flügel kriegen, ganz egal was Du machst!

Comebackstage:
Thank you for those words. I’ll take them with me. (smiles)

What do you expect from your project with The Dead Daisies?

Danke für diese Worte, ich werde sie mitnehmen. (lächelt)

Was erwartest Du von Deinem Projekt mit The Dead Daisies?

Marco Mendoza:
Well we’re with the german Label SPV right now, and it steps in the right direction. We produced the first two albums on ourselves. We’re climbing – and we’re paying our dues again, after thirty years… What is okay! When you believe in what you’re doing… You know, I knew that people would be interested in this project because it’s a good one! The music is so great, we put on really good shows, and the fans speak louder than in any other business. No labels were interested in the beginning, and we’re so lucky that we were able to do it on our own. And here we are – that is what comes around when you believe in what you’re doing! (smiles) We recruited so many great musicians, we have a really cool line-up, we all know how to have fun… (laughs) And we are still real fans of Rock’n’Roll!

Wir sind beim deutschen Plattenlabel SPV und es nimmt die richtige Richtung an. Wir haben die ersten beiden Alben selbst produziert. Und langsam klettern wir hoch, wir versuchen es wieder, nach dreißig Jahren… Und das ist okay! Wenn Du an das glaubst was Du tust… Ich wusste es, dass die Menschen sich für das Projekt interessieren würden, weil es GUT ist! Die Musik ist so toll, wir haben geile Shows, und die Fans sprechen lauter als in jeglicher anderen Branche. Damals war kein Label an uns interessiert, und wir hatten wirklich Glück, dass wir es alleine machen konnten. Und hier sind wir – das passiert wenn Du an das glaubst, was Du tust! (lächelt) Wir haben so viele tolle Musiker rekrutiert, wir haben ein cooles line-up und wir wissen, wie man Spaß hat… (lacht) Und wir sind immer noch echte Fans des Rock’n’Rolls! 

Comebackstage:
You all love music and you know what could come…

Ihr alle liebt die Musik und wisst, was auf Euch zukommen könnte…

Marco Mendoza:
Absolutely! That’s the core, what we have in common… We’ve all been along with other really respective bands, and we’ve all experienced success at the high level! So we’re trying to fly a new flag, OUR flag, for a new generation maybe.

Absolut! Das ist der Mittelpunkt, das was wir alle gemeinsam haben… Wir waren alle mit sehr erfolgreichen Bands unterwegs, wir haben Erfolg auf dem höchsten Level genossen! Und jetzt versuchen wir es mit einer neuen Flagge, mit UNSERER Flagge, vielleicht sogar für eine neue Generation.

Comebackstage:
I HOPE SO Marco! We really, really need this in this world.

ICH HOFFE ES SO SEHR Marco! Wir brauchen das wirklich, wirklich dringend in dieser Welt!

Marco Mendoza:
Well, they wouldn’t have the chance to experience true Rock’n’Roll…

Your generation and younger, if not a real fan fan fan as you, you won’t get exposed to it!

Naja, sie hätten sonst nie die Chance, echten Rock’n’Roll zu erleben…

Deine Generation und die jüngeren, wenn sie nicht wirklich echte Fans sind wie Du, kommen gar nicht erst damit in Berührung!

Comebackstage:
It makes me so sad!

Das macht mich wahnsinnig traurig!

Marco Mendoza:
But it’s not their fault, it’s the culture we live in!

Aber es ist nicht Ihre Schuld, es ist die Kultur in der wir Leben!

Comebackstage:
But it is sad!

Aber es IST traurig!

Marco Mendoza:
Well it is sad, but the industry pushes pop music… That’s the focus right now.

Ja es ist traurig, aber die Wirtschaft pusht einfach die Popmusik zurzeit… Das ist gerade der Fokus.

Comebackstage:
Bring the Rock’nRoll back, Marco! Bring it back to our lives! (smiles)

Bring den Rock’n’Roll zurück, Marco! Bring ihn zurück in unsere Leben! (lächelt)

Marco Mendoza:
That’s our mission with The Dead Daisies. (smiles)

We don’t try to create anything new, because it’s there already. We’re trying to repackage it so that we can own it, and deliver real classic Rock’n’Roll with our own songs!

Das ist unsere Mission mit den Dead Daisies. (lächelt)

Wir versuchen nicht, irgendetwas neues zu erschaffen, das gibt es nämlich schon alles. Wir versuchen Dinge neu zu verpacken, sodass es zu uns passt und wir echten classic Rock’n’Roll liefern können – mit unseren eigenen Songs!

Comebackstage:
What would you say are your influences, musically seen?

Was sind musikalisch gesehen Deine Einflüsse?

Marco Mendoza:
I’d have to say The Beatles.  I got really obsessed with the album Abbey Road. It was the first album that opened my mind – then The Rolling Stones came along with Let It Bleed. The Doors…

Ich muss die Beatles nennen. Ich war echt vernarrt in das Album Abbey Road. Es war das erste Album und es öffnete meinen Geist – dann kamen die Rolling Stones mit Let It Bleed. The Doors…

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Quelle: Marco Mendoza privat

Comebackstage:
You had a show with The Hollywood Vampires in Herborn – how was it?

Ihr hattet eine Show mit den Hollywood Vampires in Herborn – wie war’s?

Marco Mendoza:
It was really great! It was great for us and I was impressed by The Hollywood Vampires. They sounded so great!! Hit after hit… Top-talents from all over the planet in ONE band… I loved it!

And our show went really well too – people were so involved, they sang along… It was a good show-day! (smiles)

Es war wirklich toll! Es war schön für uns und ich war beeindruckt von den Hollywood Vampires. Sie haben sich so gut angehört! Hit auf Hit… Die besten Talente der ganzen Welt in EINER Band. Ich liebe es! 

Und unsere Show war auch sehr gut – die Menschen waren involviert, sie haben mitgesungen… Es war ein guter Show-Tag! (lächelt)

Comebackstage:
Will you be doing an European tour?

Werdet Ihr eine Europa-Tour machen?

Marco Mendoza:
Yes, we’ll start the 14th of July at the Bang your Head!!! Festival in Balingen, where I hope to see you… (smiles) And then it goes on from Germany to Poland to Czech Republic, Ireland, UK, Switzerland…

Ja, wir starten am 14. Juli beim Bang Your Head!!! Festival in Balingen, da hoffe ich Dich anzutreffen… (lächelt) Und dann geht’s weiter mit Deutschland, Polen, Tschechien, Irland, UK, Schweiz…

Comebackstage:
All over Europe – that sounds great for the fans! (smiles)

Quer durch Europa – das klingt doch super für die Fans! (lächelt)

Marco Mendoza:
I hope to see you on the road, Ornella! (smiles)

Ich hoffe es, Dich on the road zu treffen, Ornella! (lächelt)

Comebackstage:
We’ll sure meet. (smiles) Thank you for your time, see you soon Marco!

Wir sehen uns sicherlich. (lächelt) Danke für deine Zeit, bis bald Marco!

Marco Mendoza:
See you soon, Ornella. (smiles)

Bis bald, Ornella. (lächelt)

Los Ihr Rocker da draußen, schmeißt Euch ins Getümmel, schwingt Eure langen Haare. Hier wird gerockt:

Headline Shows: 

29. Juli in Köln

31. Juli in München

01. August in Berlin

02. August in Osnabrück

Festivals:

Bang Your Head Festival

Wacken Open Air

Akustikshow:

03. August in Hamburg

Special Guest für Steel Panther:

08. August in Zürich

Wir sehen uns hoffentlich auf Tour.

Eure Ornella.
Long live Rock’n’Roll!

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2 Kommentare Gib deinen ab

  1. El Barto sagt:

    Super Interview! Aber wär einfach geil auf deutsch!
    Tolle Arbeit!

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    1. ocarlone sagt:

      Dankeschön! 🙂

      Gefällt mir

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