Ein Pläuschchen über Musik, Groupies & Co. am Lagerfeuer mit REBELLIOUS SPIRIT

Hallo Rocker!

Letzten Monat war ich beim ROCK ON! Festival in Gossau unterwegs. Unter anderem habe ich da die vier Jungs aus dem heimischen Schwabenländle von REBELLIOUS SPIRIT interviewt. Es war ein sehr schöner und feuchtfröhlicher Abend am Lagerfeuer in der Schweiz.

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Dass es noch echte Groupies gibt, Hotelzimmer zerstört werden und man trotzdem hart kämpft und arbeitet um nach oben zu gelangen, haben mir diese vier Jungs bewiesen. Ich drücke ganz fest die Daumen, dass sie das schaffen!

Achja, einer von den Jungs würde mich zum berühmten, imaginären Dinner einladen… Inklusive Marilyn Manson und Mutter Theresa. Wer das war..? Viel Spaß beim Lesen!

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Comebackstage:
Stellt Euch doch am besten erstmal alle kurz vor…

Jannik:
Hi, ich bin der Jannik, bin Sänger und Gitarrist bei Rebellious Spirit. (lächelt)

Jens:
Hi, ich bin der Jens, 23 Jahre alt, und ich bin der Bassist der Band… (grinst)

Silvio:
Hi ich bin Silvio, bin nicht 23 und ich der Schlagzeuger von Rebellious Spirit.

Corvin:
Ich bin Corvin, bin 21 und bin der Rhythmusgitarrist von Rebellious Spirit.

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Comebackstage:
Wo würdet Ihr Euch denn musikalisch einordnen?

Jannik:
Ganz schwer! Wir haben beim ersten Album mit der Achtziger/Retro Sache angefangen und dann noch versucht einiges „nachzuahmen“ sage ich mal, was damals so war… Schon mit dem zweiten Album haben wir versucht, unseren eigenen Stil zu entwickeln. Unser Stil ist schwer zu beschreiben, wir haben ganz ganz viele Einflüsse… Beim dritten Album haben wir das alles vertieft.

Comebackstage:
Und Eure Einflüsse sind welche?

Jannik:
Dark-Rock, Heavy-Metal, Metal-Core, Nu-Metal, Grunge…

Comebackstage:
Bunt gemischt also. (grinst)

Jannik:
Genau, deshalb nennen wir unseren Stil „Crossover Rock“. (lächelt)

Comebackstage:
Wie habt Ihr Euch denn alle kennengelernt?

Jens:
Jannik und ich sind Brüder. (lacht) Den Corvin hatten wir früher schon über Großcousins und so gekannt einfach von der Verwandtschaft her… Und Silvio haben wir gefunden, als wir ganz klassisch auf der Suche nach einem Drummer waren. (lacht) Seitdem sind wir ein Viererteam. (lächelt)

Comebackstage:
Wie lange gibt’s Euch denn schon?

Jens:
Seit 2010…

Comebackstage:
Welche CD darf im Bus nicht fehlen, wenn Ihr auf Tour seid?

Jannik:
SIXX:A.M. und da auch das erste Album… „My Heroin Diaries“.

Jens:
(lacht) Von Lord Of The Lost, „Full Metal Whore“ läuft irgendwie auch immer wieder um manche Leute zu ärgern. (lacht)

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Comebackstage:
Ihr habt „Obsession“ 2014 rausgebracht… Wie klingt es für jemanden der Euch noch nicht kennt, und das Album auch noch nicht gehört hat?

Jannik:
Es klingt in erster Linie geil. (grinst) Ich kann’s jedem nur empfehlen. Man hört auch unsere Grundeinflüsse die es gab aus den Achtzigern, wir haben die ja selbst nicht miterlebt… Aber wir haben immer ganz viel Guns’n’Roses und Mötley Crüe… Skid Row gehört. Diese Einflüsse sind noch da, aber es sind auch ganz viele neue Elemente dazugekommen! (lächelt) Es kann schon auch Leute denen jetzt beispielsweise Guns’n’Roses gefällt, unser Zeug nicht gefällt, weil es schon  auch eigene, moderne Elemente drin hat. Bring Me The Horizon klingt jetzt für viele vielleicht komisch, aber das neue Album von Ihnen ist ganz Bunt gemischt, man kann es nicht einem Genre zuordnen. Und das haben wir uns ein bisschen zum Vorbild genommen: Die Mischung verschiedener Genres, weil wir auch alle verschiedene Genres hören.

Jens:
Ja das stimmt! Und es ist auch immer erstaunlich, wenn wir Musik hören und Jannik z.B. seine Schlaf-Playlist laufen lässt, auf der so richtige Pop Sachen drauf sind, und auf der anderen Seite geben wir uns auch gerne mal In Flames oder Slipknot… (lächelt)

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Comebackstage: 
Ihr arbeitet derzeit am neuen Album: Wie läuft das bei Euch ab?

Jannik:
Generell schreibe ich mal so die Grundideen runter und mache Demos ohne Text. Die Texte schreibt dann im Grunde mein Bruder Jens. Wenn die Ideen dann da sind setzen wir uns zu viert zusammen im Proberaum, tagelang… Und überlegen,… jeder bringt seine Ideen ein… Wenn wir dann zu viert zufrieden sind, geht’s mit dem Produzenten ins Studio. Der war auch schon von Anfang an dabei, der Markus Gumball… Der sagt uns natürlich auch was ihm gefällt und was nicht, bringt seine Vorschläge mit ein… Da wird lange, lange diskutiert (lacht) und anschließend wird alles im Studio aufgenommen.

Comebackstage:
Jens, Du schreibst die Texte. Welche Themen behandelst Du so?

Jens:
Sehr verschieden, meistens Sachen die mich selbst interessieren. Ich muss sagen, ich lege sehr viel Wert auf die Texte, dass es auch tiefergehende Texte sind. Da diskutiere ich auch schon mit Jannik,… Lustigerweise habe ich für’s neue Album einen Song geschrieben nach Goethe’s Faust (lacht), wo wir dann immer Knatsch haben bezüglich Eingängigkeit und zu viel Tiefsinnigkeit. (grinst) Sonst habe ich viele Einflüsse aus dieser HIM/negative Schiene, dieses Emotionale, was ich aber sehr schön finde.

Comebackstage:
…Und Deine Inspiration dafür bekommst Du woher?

Jens:
Erlebtem, Interessiertem… Auch manchmal wenn ich Filme schaue oder irgendwas… Und natürlich auch bei anderer Musik. Es ist aber tatsächlich so, wenn ich die Demos von Jannik bekomme, haben sie auch schon einen gewissen Rahmen und eine Grundstimmung. Und aufgrund dessen kommen dann auch die Wörter zusammen,.. Jannik dudelt meistens schon was rein, und dann ist es vielleicht gerade das eine Wort aus dem dann eine Geschichte entsteht… (lächelt)

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Comebackstage:
Ihr seid ja jetzt eine relativ junge Band – was sind so die Erfahrungen die man als aufstrebende Rockband so macht in der heutigen Zeit, wenn man versucht nach oben zu kommen?

Corvin:

Ich finde dass man gerade wenn man als Vorband spielt viel Dreck fressen muss. Wir waren kürzlich Vorband für W.A.S.P und haben gerade eine Minute überzogen, da wurde uns einfach der Strom ausgestellt und ja,… Man muss ziemlich viel Dreck fressen bis man das Niveau erreicht hat, wo man auch sein will. Aber aller Anfang ist schwer, da muss man eben kämpfen und dran glauben! Einfach immer weiter machen… Nur so erreicht man es dann auch. (lächelt)

Jannik:
Eigentlich hat Corvin das ziemlich gut zusammengefasst. Es ist ein harter Kampf aber sicherlich auch viel Freude! Aber wenn man keine Begeisterung an der Musik hat, sondern Musik macht um Rockstar zu werden, weil man dann halt den Lifestyle leben will,… So jemand hat keine Chance. Man muss einfach die Musik lieben. Man lebt dieses Rockstar leben nicht… Vielleicht manchmal… Aber oftmals ist es harte Arbeit…

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Comebackstage:
Aber ihr lebt es schon auch ein bisschen oder? (grinst) Feiern, Groupies…? (grinst)

Jannik:
Auf jeden Fall! (grinst) Wir feiern gerne, wir haben Groupies, wir zerlegen Hotelzimmer… (lacht)

Comebackstage:
Ok und jetzt im ernst? (lacht)

Jannik:
(lacht laut los) Das stimmt!! (lacht) Ohne Witz!

Comebackstage:
Ihr zerlegt Hotelzimmer? (lacht) Das höre ich zum ersten Mal aus erster Hand! (lacht)

Jannik:
(lacht) Ja, wobei wir vernünftige Hotelzerleger sind, sodass sich der Schaden in Grenzen hält. (lacht) Wir sind ja schon eine relativ vernünftige Band, wir trinken vor der Show keinen Alkohol, wir rauchen nicht… Wir wollen das schon sehr professionell halten, aber danach da wird mal der richtige Rockstar ausgepackt. (lacht) Und da gibt’s tatsächlich dann auch Groupies hin und wieder…

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Comebackstage:
Schön, freut mich zu hören, dass es die Groupie-Kultur noch gibt! (grinst)

Jannik:
Klar, bei den älteren Bands eher weniger… Aber es gibt durchaus das ein oder andere Mädel das sich freut, wenn sie mal kurz vorbeischauen darf. (lacht) Da gibts auch so Geschichten von unserem werten Bassisten, der sehr gerne sehr viel Zeit in der Dusche verbringt,… Und das nicht alleine. (grinst) Nur zum Beispiel…

Comebackstage:
Also Jens, wie erlebst Du das so? (lacht)

Jens:
(lacht) Ich wurde ja gerade schon thematisiert. (grinst) Es variiert. (lacht) Es sind meistens die Einzelkonzerte auf denen mehr passiert… Wenn man auf Tour ist… Also wir haben schon eine Nightliner Tour gemacht, und nach vier Tagen waren wir TOT. (lacht) Aber sagen wir’s mal so… Wenn wir Einzelkonzerte haben, wo wir wissen dass das Hotel gleich um die Ecke ist, dass sind die BESTEN Konzerte. (grinst)

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Jannik:
Aber auch die Nightliner Touren können spannend sein… Wir waren mit einer Band auf Tour, ich werde jetzt keine Namen nannen, da hat dann doch immer wieder der Bus gewackelt… (grinst) Es war ein Doppeldecker, ein riesen Bus also… Und er hat gewackelt! Also die Masse muss gestimmt haben.

Comebackstage:
Das klingt durchaus spannend. Wie erlebst Du das Silvio?

Silvio:
Ja, meistens bin ich nicht bei vollem Bewusstsein… (grinst) Aber was für mich das ausschlaggebende am Musikbusiness ist das Geben und das Nehmen.

Comebackstage:
(lacht laut los) In jeglicher Hinsicht. (lacht)

Silvio:
(lacht) In jeglicher Hinsicht. (grinst)

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Comebackstage:
Mich freut es, diese Frage jetzt auch mal einer jüngeren Band stellen zu können. Wenn Ihr einen jungen Menschen dazu bringen müsstet, Rockmusik zu hören, welchen Song würdet ihr ihm/ihr vorspielen und wieso?

Corvin:
Ich würde ihm vermutlich vom Asking Alexandria Album „The Black“ I Won’t Give In zeigen, weil der Song so ruhig anfängt… Und danach kommt die Power. Da kommt ist eine Kraft dahinter! Und das ist einfach geil… So sphärisch! Das ist einfach ein geiler Song! Bei Asking Alexandria denken die meisten gleich an MetalCore – aber dieser Song ist ohne gescreame oder gegrowle… Einfach ein geiler Metal Song mit richtig fett Power dahinter. Wenn man den Song hört, frägt man sich vielleicht, was es noch für geile Songs in dem Genre gibt… Und hört sich rein. Das macht Lust auf mehr finde ich! (lächelt)

Jannik:
Also ich würde mich so ein bisschen an seinem Musikstil orientieren… Aber wenn man jemanden überzeugen möchte, muss ein Klassiker her. Für mich wäre es Youth Gone Wild von Skid Row!

Jens:
Wenn man jemanden überzeugen möchte, muss man ihn von seiner Grundeinstellung in eine Übergangsphase bringen. Sowas wie The Rasmus ist da ganz gut gewesen,… Einen Song wie In The Shadows hat einfach eine Mischung gehabt, die auch das „normale“ Publikum anspricht. Das war auch einer der ersten Rocksongs an die ich mich erinnern kann, weil ich da auch relativ jung war. Und dieser Song wäre für jemanden der noch gar nichts kennt, echt gut!

Silvio:
Ich würde erstmal schauen was die Person zu dem Zeitpunkt für einen Musikgeschmack hätte. Dann würde ich einfach ein Lied von dem Genre nehmen… Lass uns mal von Adele das Hello nehmen… Das würde ich der Person als Coverversion vorspielen. (lächelt) Wenn Du nämlich ein Lied in def Pop Version hast, und dann die Rock Version davon hörst… Das ist dann richtig geil. (lächelt)

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Comebackstage:
Wenn Ihr ein imaginäres Dinner mit drei Personen Eurer Wahl hättet, wen würdet Ihr einladen? Völlig egal ob aus der Vergangenheit, der Zukunft, ob imaginär…

Corvin:
Schwere Frage! Aber auf jeden Fall Mike Shinoda und Chester Bennington.

Jannik:
Die verstehen sich dann auch… (lacht)

Corvin:
Die verstehen sich dann auch, weil sie sind beide von Linkin Park. (grinst) Linkin Park war früher meine Lieblingsband… Und die dritte Person wäre wohl Sebastian Bach von Skid Row! Der Typ macht einfach richtig geilen Oldschool Rock!

Silvio:
Ich würde meinen Opa, der nicht mehr lebt, einladen. Und meine Mutter und meinen Papa.

Jens:
Ich würde auf jeden Fall nur eine männliche Person einladen, sonst haben wir ein Übergewicht. (lacht) Die andere männliche Person wäre also Marilyn Manson, das wäre in jedem Fall lustig! (lacht) Dann würde ich sehr gerne DICH mitnehmen. (grinst)

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Comebackstage:
Oh, das schmeichelt mir jetzt aber! (grinst) Wer sitzt noch an unserem Tisch?

Jens:
Mutter Theresa. Das wäre eine interessante Kombination. (lacht)

Jannik:
Vielleicht gibt’s ja dann ein paar Rippchen. (lacht)
Comebackstage:
(lacht laut los) Wer sitzt an Deinem Tisch, Jannik? (grinst)

Jannik:
Ich würde nur Frauen einladen… Ich mag die irgendwie mehr als Männer. Jennifer Lawrence, Taylor Momsen und Pamela Anderson. Tommy Lee kann dann zuschauen. (lacht)

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Mütter, sperrt Eure Töchter ein: REBELLIOUS SPIRIT spielen diesen Freitag, 30. September 2016 in Kirchheim unter Teck in der Linde!

Also ihr Rocker da draußen, lasst Euch blicken und unterstützt neue Musik!

Eure Ornella.
Long live Rock’n’Roll!

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