Unbezahlte Gigs – Normalität?

Hallo Rocker!

Es ist Samstag und ich habe endlich Mal wieder Zeit, zu entspannen. Da habe ich gedacht, dass es doch die perfekte Möglichkeit ist, Euch kurz von meinem neuen Projekt zu erzählen.

Neulich habe ich eine Facebook Gruppe namens „Bezahlte Gigs Deutschland/Österreich/Schweiz“ gegründet. Die findet Ihr HIER. Schaut gerne vorbei, tauscht Euch über Gigmöglichkeiten aus, oder stellt Eure Band vor!

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Heutzutage ist es für Bands, vor allem für jene die neu im Business sind, verdammt schwer geworden, für Ihre Gigs bezahlt zu werden. Oft hört man, dass Menschen für die verschiedensten Veranstaltungen eine Band suchen. Sei es die eigene Hochzeit, ein runder Geburtstag oder eine Bar, die mal wieder Live Musik bieten will. Gage – Null. Oder gerade mal so viel, dass die Getränkerechnung der Jungs gedeckt wird. Dabei sollen sie natürlich das komplette Equipment mitbringen (welches ja eine sehr gehobene Qualität vorweisen soll!) und die Fahrtkosten tragen (ganz egal wo sie herkommen, als Band ist man das „life on the road“ ja gewohnt…). Von den Stunden, die die Musiker im Proberaum verbringen, um eine ordentliche Show abzuliefern mal ganz zu schweigen… das ist ja nur Spaß, eigentlich nur eine große Party, bei der ein Haufen Jungs zusammen einen trinken und ein bisschen auf den Instrumenten rumexperimentieren.

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Ich frage mich, wieviele Handwerker, Bankangestellte, Piloten oder sonst wer für Lau arbeiten würden… Antwort: NIEMAND. Warum verlangt man das also von Musikern? Um ihnen eine Bühne zu bieten? Klar. Aber vor allem in den Anfängen, ist es auch für die Musiker an sich verdammt schwer. Die meisten müssen einen „normalen“ Job ausüben, um es sich überhaupt leisten zu können, Ihre Musik zu spielen, die Instrumente zu kaufen und das Marketing zu bezahlen. Daran denken nur die Wenigsten…

Das ZEITmagazin hat bei der RockPop Schule Lübeck etwas gefunden, was den Nagel genau auf den Kopf trifft:

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Quelle: ZEITmagazin // Anfrage. Und Antwort.

Anders sieht das ganze natürlich bei Benefizveranstaltungen aus… Hier weiß man wenigstens, dass es für einen guten Zweck ist, und dafür macht es dann doch jeder gerne! 🙂

Vielleicht wird ja der eine oder andere sich an diesen Artikel erinnern, wenn er eine Band buchen will. Und nochmals darüber nachdenken, wieviel Gage angebracht wäre, wenn man alle Aspekte beachtet und überlegt, was noch alles hinter „einem kleinen Gig am Abend“ steckt. Falls Ihr eine Band sucht, schaut doch mal HIER vorbei.

Tut es für den Rock’n’Roll verdammt. Sonst braucht man sich nicht wundern, wieso keine neuen, coolen Bands nachkommen!

Eure Ornella.
Long live Rock’n’Roll!

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2 Kommentare Gib deinen ab

  1. karlathefox sagt:

    Ist das in „unserem“ Falle nicht genau das gleiche Problem? ^^ Ich meine das mit den schweren Anfängen, als Website in die Welt rauszukommen und auch mal was für seine Investitionen zurück zu bekommen….

    Gefällt 1 Person

    1. ocarlone sagt:

      Absolut! Laufende Kosten, das Equipment, die Anfahrt, die Zeit… Und immer kommt das Argument, dass man das ganze ja freiwillig mache… 😉 Was ja auch stimmt… Aber das eine muss ja das andere nicht ausschließen…

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