Musik verbindet

Hallo Rocker!

Musik verbindet – das hat jeder schonmal gehört. Manchmal verbindet Musik so sehr, dass Liebe daraus entsteht. Paare finden sich auf Konzerten, man steht auf die gleiche Musik, macht Musik und hat dadurch auch irgendwie eine ähnliche Lebenseinstellung – meist ganz unbewusst! Man kann sich gegenseitig neue Bands zeigen und weiß genau, dass es etwas für den Partner sein könnte. Über Geschenke braucht man sich auch keine Sorgen mehr zu machen – CDs, Platten, Konzerttickets und Merchandise sind immer gerne gesehen. In der Freizeit rockt man gemeinsam auf Konzerten ab, spielt selbst und freut sich darüber, einen Seelenverwandten gefunden zu haben.

LOVE IS IN THE AIR

Das ganze gibt es natürlich auch noch eine Ebene „näher dran“ – nämlich als Groupie. Zugegebenermaßen gab es die damals mehr, doch auch heute ist mir schon die ein oder andere Dame über den Weg gelaufen, die nur aus dem einen Grund auf dem Konzert war: DIE BAND. Einem Groupie ist es scheißegal, dass dieser Mensch berühmt oder reich ist. Ein Groupie will die Muse sein, die Quelle der Inspiration für einen Musiker. Und, wichtigster Punkt – sie steht auf die Musik der Band! Warum also das ganze nicht in einer heißen Nacht im Tourbus vereinen?! 😉

Doch zurück zur Realität: Denkt jetzt einmal darüber nach, wie furchtbar ätzend die Tatsache sein muss, dass man innerhalb einer Beziehung zwei komplett verschiedene Musikrichtungen hört?! Beispielsweise hört der eine Rock und der andere Hip Hop. Ich will ja gar nicht sagen, dass man sich gegenseitig nicht auch weiterbringen und den Horizont des anderen erweitern kann, aber seien wir mal ehrlich… Es gibt doch nichts schlimmeres, als sich während eines Roadtrips über die Musik streiten zu müssen. Oder zuhause während man den Haushalt macht. Geschweige denn wenn es darum geht, einen Haufen Geld für ein Konzert liegen zu lassen… Oder Gott bewahre, und die bessere Hälfte spielt in einer Band und ist verdammt oft auf Tour und von Bewunderern umzingelt? Da sind Diskussionen und Streit vorprogrammiert!

Ich war neugierig und habe Paare gesucht, bei denen die Musik eine zentrale Rolle im Kennenlernen gespielt hat oder noch während der Beziehung ein wichtiger Punkt ist. Sie sind alle Leser-/Innen von COMEBACKSTAGE und waren so nett, Ihre Geschichte mit uns zu teilen…

  1. Lela und Simon 

„Der Simon und ich haben uns kennengelernt, als er Aufnahmen für meine Band gemacht hat. Nachdem man 5 Tage gemeinsam in einem stinkenden Proberaum-Keller verbracht hat, fühlt man sich ohnehin schon auf eine gewisse Weise verbunden. Als mir die Musik seiner Band dann auch noch sehr zusagte, war es um mich geschehen. Das beruhte auf Gegenseitigkeit. 😉 Seitdem gibt es auch oft gemeinsam Musik. Ich singe auf seinem Album mit, er spielt mir den ein oder anderen Song ein, so ergänzt sich das super. Und ich denke ein weiterer Vorteil dessen, dass wir beide Musiker sind, liegt darin, dass man es gewohnt ist, sich selten zu sehen. Irgendwie ist immer jemand auf Tour oder im Studio. Aber dadurch ist die Freude, wenn man dann mal Zeit für einander hat umso größer 🙂

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Quelle: Lela privat

2. Sarah und Jizzy

„Kennen gelernt haben wir uns weil wir beide auf Stefans Geburtstag im hohen Norden eingeladen waren. Unser erstes Gespräch handelte sogar teilweise von Reckless Love, Jizzys Lieblingsband. Das nächste Mal als wir uns gesehen haben, waren wir im Paunchy Cats in Lichtenfels, der Sleaze Venue überhaupt. Und dann wieder bei Mötley Crüe in Düsseldorf. Wir wollten uns zwar immer mal treffen, aber irgendwie auch doch nicht wegen der Entfernung und weil jeder noch recht frisch getrennt war. Aber bei Mötley habe ich in meinen Geburtstag reingefeiert und Jizzy ist bei mir geblieben bis Mitternacht, hat mir Happy Birthday gesungen und wollte, dass ich gar nicht mehr heim fahre. Dann, und das ist sehr traurig, ist überraschend seine Mutter gestorben. Ich hab ihn getröstet und viel mit ihm geschrieben und rumphilosophiert in der Zeit. Da haben wir beschlossen, dass ich kurz vor Weihnachten mal zu ihm fahren sollte und obwohl wir familiär, von Hobbys etc. und örtlich aus ganz anderen Welten kommen hat es gepasst. Wegen ein paar gemeinsamer Interessen und Sympathie natürlich – vor allem aber wegen der Musik. „Unser“ Song ist am ehesten One Year of Love von Queen. Und das Queen Konzert in Köln war auch eines der Highlights unserer bisherigen Beziehung.“

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Quelle: Sarah privat

3. Elke und Bone

„Es geschah Ende 2011 im schönen Würzburg (ich nenne es „die rockloseste Stadt Deutschlands“…hier wird Rock kaum geduldet) … Bei uns wird 3x im Jahr in einer großen Disco (ehemals Rockpalast) das Rockpalast Revival gefeiert. Ich war damals mit meinem Exfreund (Rockmusik ist/war nie so seins) dort. 

Auf jeden Fall bekam ich einen Streit mit, und sah, dass mein Ex einem Typen Prügel angedroht hat. Der Typ war rattenscharf! Groß, lange, schwarze Haare, Tattoos, Lederhose, Cowboyboots, Mötley-Shirt. Ich bin dazwischen gegangen und hab ihn angeschrien, und das hat bei Mr. Cowboy wohl irgendwie einen bleibenden Eindruck hinterlassen 😉 Danach verloren wir uns aber leider aus den Augen….

Einige Zeit später kam er zufällig in dem Supermarkt einkaufen, in dem ich neben dem Studium jobbe, und stellte sich als „Bone“ vor. Wir haben dann Nummern ausgetauscht und ich hab mich mit ihm getroffen. Lange Rede – kurzer Sinn: Ich gab meinem Ex den Laufpass, und schwupps – ein Traumpaar war geboren 🙂 Leider hatten wir anfangs viele Hater und Neider, aber auch die konnten uns nicht trennen. Seit fast 5 Jahren rocken wir unsere kleine Welt gemeinsam 🙂 Da wir auf die gleiche Musik stehen, ist es nicht schwierig unsere Freizeit zu gestalten. Festivals, Konzerte (außer Steel Panther, die mag er nicht 😉 ) und Veranstaltungen wie das Partymonium werden regelmäßig zusammen aufgesucht. In meinem Fall finde es wichtig, dass mein Partner und ich musikalisch auf einer Wellenlänge sind, denn ich bin kein Wochenend-Rock ’n‘ Roller – sondern es ist mein Lifestyle! 

Bone ist noch immer die heisseste Dreckssau in Würzburg… Und: meiner meiner meiner 🙂 

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Quelle: Elke privat

4. Laura und Hosse

„Wir haben uns vor ca. 14 Jahren kennengelernt und sind dieses Jahr 10 Jahre verheiratet. Mein Mann hat einen zweifelhaften Musikgeschmack mit in die Ehe gebracht, d. h. so Techno und Kult aus den 80ern etc. Bei mir lief damals schon den ganzen Tag Rock und Metal, und er hat sich nie beschwert, sondern (gezwungenermaßen) mitgehört und festgestellt, dass er Gefallen daran gefunden hat. Natürlich nicht alles, was mit gefällt, aber er ist immerhin auf dem richtigen Weg. Zwischenzeitlich hat sogar ER einige Bands entdeckt (Gloryhammer, Orden Ogan, Civil War). Da waren wir dann auch schon auf Konzerten, und meistens wenn ich für mich Tickets bestelle, kriegt er automatisch eines mit 😉  Er hat zwar immer noch seine „Böhse Onkelz“-Anfälle, aber nur, wenn ich nicht zuhause bin, das ist nämlich absolut nicht meins…  Achja, und als wir an der Hochzeit in die Kirche eingelaufen sind, lief Nightwish’s SLEEPING SUN – unser Hochzeitstanz war Bon Jovi BED OF ROSES. 

Skillet hat unser fast 14-jähriger Sohn entdeckt, der uns auch zu Metallica nächstes Jahr begleiten wird, nachdem er schon Axel Rudi Pell, Rebellious Spirit, Kissin‘ Dynamite und eben Skillet mit den jeweiligen Vorbands live gesehen hat.Johnny Gioeli hat ihm während des Konzerts sogar eine Flasche Wasser geschenkt (front row rocks!!!). Unsere fast 10-jährige Tochter ist textsicher wenn’s um Powerwolf’s Kreuzfeuer geht und die fast 8-jährige steht (wie Mama) auf Jim von Kissin‘ Dynamite. Sie ist zur Zeit ein wenig sauer, weil meine Freundin die Tickets für Metal Crash im Oktober in Giessen gewonnen hat und mich mitnimmt (das ist am Tag vor ihrem 8. Geburtstag). Ich musste ihr also versprechen, ein Geschenk von Jim und ein Foto mitzubringen.  🙂  Und so geht das bei uns her: Metal im Wohnzimmer, im Auto, auf dem Handy, beim Sport auf dem mp3-Player… wirsind ständig von E-Gitarren-Sound und coolen Stimmen umgeben.“

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Quelle: Laula privat

5. Bianca und Dennis

„Wir lernten uns ursprünglich über die Seite Metalflirt im Internet kennen.
Nach mehreren schreiben kam der erste Anruf. Da merkten wir schnell das musikalische Gemeinsamkeiten vorhanden sind.
Vor allem verbindet uns der klassische Rock, Hard Rock und HEAVY METAL.
Ich höre ja vieles, auch Mike Oldfield oder David Bowie, Queen. Sie kann damit etwas anfangen. Aber so richtig gemeinsam abgehen können wir dann eben bei den klassischen Bands der 70, 80,90er bis heute. Ich bin was die Musik betrifft mehr der Freak! Ich höre wenn es geht täglich irgendwas, lese viel Metal hefte bei der Arbeit und so. Wenn es neue Alben von interessanten Bands gibt gebe ich es gern an meine Frau weiter. Wenn Sie Zeit und Lust hat hört sie auch rein. Wir kleiden uns auch gerne dem Event entsprechend und wenn es die Zeit, Geld und Gesundheit zulassen dann nehmen wir Konzerte und Festivals mit“
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Quelle: Dennis privat
Das waren fünf wunderbare Geschichten mitsamt Happy End – Musik verbindet eben! 🙂 Nun möchte ich Euch aber natürlich auch unsere nicht vorenthalten…

6. Ornella und Marc

„Wir haben uns kennengelernt, als wir beide von einem Freund zu einer Geburtstagsparty eingeladen waren. Dann ist er auf der Party meines 18. Geburtstages aufgetaucht… Allerdings nicht wegen mir, sondern um seinem Kumpel zu gratulieren, der bei mir eingeladen war – super. 😉 Als wir feststellten, dass außer uns niemand zum Bon Jovi Konzert nach München fahren wollte ( im Juni 2011), haben wir uns kurzerhand entschlossen, zusammen hinzufahren. Hier haben wir uns dann näher kennengelernt – wir blieben in Kontakt und rockten im Sommer zu Bon Jovi. Irgendwann nachdem er in meinem Bücherregal Mötley Crüe’s THE DIRT und tausend andere Rockstar-/Bandbiographien und meine CD-Sammlung entdeckt hat… Wir Tag und Nacht über die Achtziger und den Glam-Metal philosophierten… Ich begeistert darüber war, dass es noch jemanden gab, der den gleichen Knall zu haben schien wie ich und vor allem auch wirklich Ahnung davon hatte… Nachdem etliche Nächte vergingen, die wir vor YouTube verbrachten, und uns alte Musikvideos anschauten und Autofahrten bei voll-aufgedrehter Musik aus einer Zeit, in der wir beide noch nicht einmal geboren waren, ist daraus einfach Liebe geworden… 😉Als ich dann ein paar Jahre später, im Sommer 2015 COMEBACKSTAGE ins Leben rief, konnte ich mich voll und ganz auf ihn verlassen. Ganz egal wie verrückt meine Ideen wirkten und wie viele Rockstars ich interviewte, Marc stand mir immer mit Rat und Tat zur Seite – immer bereit mich zu unterstützen… Und das tut er bis heute. Er ist einfach großartig. 🙂

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„You know, everybody wants to be in love in some way … Or be loved. So I’m not saying it’s going to happen, but it’s a nice thought. (smiles)“ – Michael Starr exclusive for COMEBACKSTAGE
„Weißt Du, jeder will irgendwie verliebt sein… Oder geliebt werden. Ich sage nicht, dass es passieren wird, aber es ist ein schöner Gedanke. (lächelt)“ – Michael Starr exklusiv für COMEBACKSTAGE

Genau die Liebe ist auch der Grund, weshalb es unzählige Balladen gibt, die vom frisch verliebt sein bis hin zum Trennungsschmerz alles abdecken – meist in wunderbare Musik verpackt. Ich gebe es zu, da bin ich ein richtiges Mädchen, ich stehe total auf diesen Kram! Deshalb möchte ich Euch hier eine kleine Top10 Liste meiner All-Time-Favorites aufzeigen (die Reihenfolge spielt keine Rolle):

  1. I’ll be there for you – BON JOVI
  2. Cryin‘ – AEROSMITH
  3. Sweet Child O‘ Mine – GUNS’N’ROSES
  4. Without You – MÖTLEY CRÜE
  5. Don’t Know What You’ve Got (Until It’s Gone) – CINDERELLA
  6. I Remember You – SKID ROW
  7. Heaven – WARRANT
  8. Forever – KISS
  9. Every Rose Has It’s Thorn – POISON
  10.  I Live My Life For You – FIREHOUSE

War verdammt schwierig, die besten zehn rauszupicken… 😉 Ich habe auch darauf geachtet, von jeder Band nur einen Song zu nehmen… Jetzt erstmal zurücklehnen, und dieser kleinen Playlist lauschen… denn Musik verbindet. ❤

Eure Ornella.
Long live Rock’n’Roll!

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