BANG YOUR HEAD!!! Festival 2017 – Take A Ride On The Wild Side…

Hallo Rocker!

Während ich diese Zeilen schreibe, hängen meine Füße im Pool des Landhauses der Schwester meiner Oma in der Nähe von Valencia. Die Sonne scheint, es hat 34 Grad und die Vögel zwitschern. Kurz: Das komplette Kontrastprogramm zum BANG YOUR HEAD!!! Festival 2017 in Balingen.

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Direkt am Montag nach dem BANG YOUR HEAD!!! Festival ging es für mich nämlich in den Entspannungsurlaub… Der nach diesen drei Tagen auch bitter von Nöten ist. Mein Beileid geht an dieser Stelle an die fleißigen Menschen, die seit gestern schon wieder bei der Arbeit sind… Nur noch drei Tage bis zum Wochenende!

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Auch diesmal hat man sich vorgenommen, tausenden von Leuten hallo zu sagen, doch irgendwie ist man nur einem Bruchteil davon über die Quere gelaufen… See you next time! 😉 Gleichzeitig verwundert und sehr erfreut war ich darüber, dass mich tatsächlich der ein oder andere „Fremde“ erkannte und sich als COMEBACKSTAGE-Fan herausstellte… Wer hätte das denn jemals gedacht? Es war verrückt…!! 🙂

Auf Facebook wimmelt es inzwischen von Bildern, Anekdoten, Meinungen und Danksagungen von Festival-Besuchern. Auch mit Sarah von Karla The Fox habe ich es diesmal doch wahrhaftig geschafft, ein Foto zu machen. 😀

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Ein besonderes Highlight meinerseits fand bereits am Donnerstag statt und war natürlich das Interview mit Mark Slaughter und Dana Strum von Slaughter (und Vince Neil, wie sich herausstellte).

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Die unglaublich netten Herren aus Las Vegas waren äußerst redefreudig, boten mir direkt bei Ankunft Wodka-Shots an und so verbrachten wir eine gute dreiviertel Stunde zusammen im Backstage-Bereich des Festivals. Hier philosophierten wir über die Musik damals und heute, über Bands die sie geprägt hatten und letztendlich über Gott und die Welt und wie das Leben so spielt – GO WITH THE FLOW hieß das Motto. Das gesamte Interview wird es bald wie gewohnt hier zu finden sein.

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In der Halle waren heute Eclipse, Demon, Månegarm, Denner/Shermann und Sepultura vertreten. Vor allem Eclipse begeisterten hier die Menschen und haben mit Sicherheit den ein oder anderen Fan dazugewonnen. Auf der großen Bühne spielten hingegen Killcode, Crystal Viper, Toxik, Gloryhammer, Orden Organ, Slaughter, Venom, Satyricon und Saxon. Hier sprach das Publikum vor allem von Gloryhammer, Slaughter und Saxon in höchsten Tönen.

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Wie denn auch anders – Slaughter haben eine unglaubliche Bühnenpräsenz und Musiker, die es wirklich in sich haben. Man sieht ihnen Ihr Alter gar nicht an, wenn sie da oben alles geben und abrocken als gäbe es kein morgen… Vermutlich fiel es deshalb am Freitag so sehr auf, wie lustlos Vince Neil am Freitag wirkte… (Anm.: Bassist, Schlagzeuger und Gitarrist von Slaughter bilden auch die Band rund um Vince Neils Soloprojekt nach Mötley Crüe). Und Saxon, was soll man da sagen… Sind die mighty Saxon eben… Hier findet Ihr ein Interview von letztem Herbst mit Biff Byford, Frontman von Saxon.
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Ich gehörte zu den wenigen Menschen, die nicht zelteten. Rock’n’Roll hin oder her – ich steh mehr auf Hotels und/oder mein eigenes Bett Zuhause… 😉 Tut mir leid, falls ich hiermit Illusionen zerstört habe. 😀

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Freitag war allein schon bandmäßig mein absoluter Lieblingstag. In der Halle spielten heute nur vier Bands: Almanac, Paragon, Angelus Apatrida und Entombed A.D. – das Wetter war aber nahezu perfekt und so traf es sich gut, dass der Rest der Bands auf der MainStage draußen abrocken konnte. Darunter Dead Lord, Bullet, Steve Grimmet’s Grim Reaper, Lee Aaron, Riot V, Magnum, Krokus, Rose Tattoo und letztlich noch Vince Neil. Mit letzterem sollte ein Interview stattfinden, dieser war jedoch leider nicht in Stimmung und sagte ab, was sich leider auch in der Show zeigte… Doch dazu später mehr.

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Zu den Highlights heute zählten für die ganzen Rocker definitiv Almanac, Lee Aaron, Magnum, Krokus und Rose Tattoo. Den größten Flop stellte, laut dem Publikum, leider, wie oben bereits angedeutet, Vince Neil da.

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Eine Setlist, die echt zu Wünschen übrig ließ war genauso grauenvoll wie die Tatsache, dass er während der ohnehin verkürzten Show (er kam ca. 10 Minuten zu spät auf die Bühne und zog 10 Minuten zu früh ab…) knappe 20 Minuten einfach ins Backstage verschwand und der Gitarrist, Jeff Blando, das Zepter übernahm und ein Medley sang. Die Band, die eigentlich Slaughter ist, war unglaublich energisch und holte das Publikum ab.

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Der Schlagzeuger Zoltan Chaney wirkte so, als hätte er das ein oder andere Gramm Speed intus, so schnell und verrückt bewegte er sich im Hintergrund. Auch Dana Strum und Jeff Brando rockten gewaltig, dagegen wirkte mein geliebter Vince leider träge und müde. Schon während der Show hörte man das Publikum meckern und viele gingen bereits nach den ersten Songs. Währenddessen unterhielt ich mich mit Judith, Daniela und Andi Schnitzer (Drummer von Kissin’ Dynamite) über zwei weitere Bands, die wir alle kürzlich gesehen hatten – Aerosmith und Guns’n’Roses.

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Steven Tyler war fitter und agiler denn je, seine Stimme einfach nur großartig… und das mit 69(!!) Jahren. Selbst Axl Rose ließ von seinen Diva-Star-Allüren ab, erschien pünktlich und zockte eine echt geile Show durch – über 2,5 Stunden lang!! Davon könnte sich Vince wirklich eine Scheibe abschneiden… Arg viel wilder als die beiden hat nämlich auch er es nicht in den 80ern getrieben…

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Man, was für ein seltsames Gefühl, ihn da oben ohne Mick, Nikki und Tommy stehen zu sehen… Das tat fast schon ein bisschen weh… Ich blieb aber bis zum bitteren Ende und muss eines Zugeben – ich war zwar enttäuscht, dass es so kurz war… Aber ich liebte es, zu den Songs abzurocken. Und so kommt es, trotz Gemeckere und Enttäuschung, dass für mich als Mötley-Girl durch und durch, Vince Neil rückblickend immer noch das Highlight des Festivals war. Komisch, nicht?! Aber wie sage ich immer so schön: Einmal Crüehead, immer Crüehead… 😉

Hier übrigens noch das Statement vom Veranstalter, Horst Franz, zu dem Thema:

„Liebe Freunde,

vergangenen Freitag trat Vince Neil als einer der Main Acts des BANG YOUR HEAD!!! 2017 auf. Viele von Euch waren an diesem Abend anwesend und wurden Zeuge, wie ich direkt nach seiner Show auf die Bühne gekommen bin und einige Worte dazu gesagt habe. Zu meiner Überraschung wurde dieser öffentlichen Reaktion sehr große Aufmerksamkeit zuteil, und zwar auch in Form von Medienberichterstattung, die sicher einiges von dem, was geschehen ist und was ich gesagt habe, wiedergegeben hat, aber eben nicht alles. Daher möchte ich das eine oder andere nun klarstellen.

Zunächst: Es stimmt, dass ich mich öffentlich beim Publikum für die Länge des Sets entschuldigt habe, nachdem Vince Neil die Bühne verlassen hatte. Das war eine spontane Reaktion auf das, was ich zuvor mit Verwunderung verfolgt hatte.

Gleich darauf hatte ich allerdings ein langes klärendes Gespräch mit Vince und seinem Manager, und wir sind schließlich übereingekommen, dass die Missstimmigkeiten zwischen uns schlicht auf Missverständnissen beruhen. Grund dafür waren unterschiedliche Erwartungen an eine Headliner-Show bei einem europäischen Festival und zu unklare Absprachen hinsichtlich Dauer und Länge einer solchen.

Am Samstag kam ich daher noch einmal auf die Bühne, um genau das zu erläutern. Ich möchte Euch wissen lassen, dass Vince, sein Manager und ich am Ende unseres Gesprächs beschlossen haben, die Sache abzuhaken und als das zu nehmen, was sie war und ist: ein großes Missverständnis. Es gibt kein böses Blut zwischen uns, niemand trägt dem anderen etwas nach, und in Zukunft möchten wir gerne noch einmal miteinander arbeiten.

Horst Franz
Veranstalter des BANG YOUR HEAD!!! Festival“

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Am Samstag merkte man den ganzen Rockern die Müdigkeit schon an – mir mit inbegriffen… 😉 Dennoch gab es für uns Mähnenschwinger noch viel zu tun! 😉 Überdacht gab es diesmal was von The Unity, Disbelief, Evil Invaders und Axxis auf die Ohren. Open Air hingegen rockten wir zu Assassin, Vain, Raven, Diamond Head, Vicious Rumors, Dokken, Kayaklysm, Michael Schenker Fest und Hammerfall! Laut einer kleinen COMEBACKSTAGE-Umfrage lagen hier vor allem Axxis, Vain, Dokken, Michael Schenker Fest und Hammerfall ganz weit vorne in der Band-Beliebtheitsliste.

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Übrigens tummelten sich auch einige Musiker auf dem Gelände als Besucher rum… Twentydarkseven waren ebenso vertreten wie Kissin‘ Dynamite und Maxxwell.

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An Ausruhen war also nicht zu denken! Vor allem an Dokken habe ich mein Herz verloren und es war toll, einen meiner allzeit-Lieblinge „In My Dreams“ mal live erleben zu dürfen. Hammerfall sind eigentlich von dem Genre her nicht so meins – ABER … Verdammt gehen diese Schweden ab! Hut ab, das hat Spaß gemacht!

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Rückblickend bleibt mir nichts mehr zu sagen, als dass sich das BANG YOUR HEAD!!! Festival anfühlt, wie nach Hause kommen. Überall trifft man alte bekannte, lernt neue Menschen kennen und alle sind eine große Familie – ganz ohne diesen Möchtegern-Hippie-Schwachsinn. Metalheads halten zusammen, und beim BANG YOUR HEAD!!! Festival treffen sie sich zur alljährlichen Familienfeier der etwas anderen Art.

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Und dazu gehören längst nicht nur die Besucher… Im Gegenteil! Ich weiß nicht wo das BANG YOUR HEAD!!! Festival-Team sie alle aufgabelt – aber von der Security bis hin zum Catering – das Team ist einsame Spitze! Freundlich, hilfsbereit und immer ein Lächeln im Gesicht. Und das war letztes Jahr schon so! Großes Lob an die gesamte Crew, so machen Festivals Spaß!

Natürlich hat man sich auch unterhalten, wen man gerne nächstes Jahr im Programm hätte… An wen ich spontan dachte, und damit definitiv nicht alleine war, sind die Jungs von Kissin’ Dynamite! Ein Heimspiel für die Jungs und definitiv etwas auf die Ohren für’s Publikum. Die Konzerte machen Spaß, sind hochprofessionell und animieren das gesamte Publikum zum abrocken. Die Songs gehen direkt ins Ohr und mit der geilen Show kommt man aus dem Staunen kaum noch raus. Hier noch ein kleiner Schnappschuss von Judith, während eines kleinen Luftgitarren-Jams… 😉

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Des weiteren würde ich gerne die Jungs von The New Roses auf der Bühne sehen. Sie bringen den good ol’ Rock’n’Roll zurück und bleiben sich selbst dennoch treu! Timmy Roughs Stimme geht direkt unter die Haut und trifft einen genau da, wo der Rock’n’Roll hingehört – mitten ins Herz! Außerdem würde ich mich noch riesig über die finnischen Reckless Love freuen… Als Headliner würde ich gerne – Überraschung – Steel Panther sehen! Über die Jungs aus Kalifornien brauche ich nichts zu sagen, außer dass sie verdammt nochmal für eine unvergessliche Party sorgen würden – und das bei geilem Glam Metal von heute. Darf man den Gerüchten glauben schenken, dürften Poison nächstes Jahr ohnehin Europa beglücken – Bret Michaels und Co. wären auf dem BANG YOUR HEAD!!! Festival 2018 mit Sicherheit auch sehr gut aufgehoben… 😉

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Fazit: Geiles Festival, geile Bands, geile Crew, geiles Publikum. Definitiv mein persönliches Lieblingsfestival!! Keine Frage – nächstes Jahr werde ich wieder am Start sein und gemeinsam mit Euch meine Mähne und Hüfte zu den zarten Klängen des Rock’n’Rolls schwingen.

Eure Ornella.
Long live Rock’n’Roll!

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