VANISH Interview

Hallo Rocker!

Eine Band, dessen Mitglieder nicht verschiedener sein könnten. Vom Oberarzt über den IT Chef bis hin zum Lehrer ist alles dabei. Und privat? Privat haben sie vor einigen Jahren die Band VANISH gegründet.

Sie selbst bezeichnen es als Power Metal mit Einflüssen aus Prog und Thrash aber dennoch hart und mit Groove. Sie tourten bereits mit Kissin‘ Dynamite, Freedom Call, Axxis, Brainstorm und Almanac und veröffentlichten dieses Jahr das dritte Album.

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COMEBACKSTAGE:
Erzählt mir Eure Bandgeschichte!
Basti:
Oh, da müssen wir aber ausholen. Tommy, Ralf und Ich machen schon als VANISH seit Anfang der 2000er Jahre Musik. Ralf und Tommy waren Metalheads und haben die Lust am Metal, die ich aus den Augen verloren hatte, wieder entfacht. Allerdings war VANISH lange Zeit eine Nebenband von uns. Wir haben immer wieder etwas gemacht und auch Songs geschrieben und live gespielt. Erst als Philipp dazu gekommen ist, wurden wir eine richtige Band. Auch dann hat es durch Studium, Auslandsaufenthalten, Lebenskrisen usw. noch eine Weile gedauert bis wir wirklich als funktionierende Band am Start waren. Wir zählen das richtige VANISH Zeitalter eigentlich erst ab der VÖ von „Come to Wither“ unserem Labeldebut 2014. Somit sind wir noch eine junge, knackige Band. Dann haben wir viel gespielt und Songs geschrieben und schon ist drei Jahre später das neue Album „the insanity abstract“ bei Fastball Music draußen. Veröffentlicht wird die Scheibe am 29. September.
COMEBACKSTAGE:
Wer gehört alles dazu?
Basti:
Da ist Ralf an den Drums, der sich auch um sehr viel Organisatorisches kümmert. Er ist unser bandinterner Manager und schaut den kreativen und konfusen auf die Finger. Dann gibt es da den Tommy an der Rhythmusgitarre. Er schreibt mit Philipp die meisten Riffs. Wenn ihr auf der platte ein geiles Power- oder Thrashmetalriff hört, dann ist es meistens von Tommy. Er ist auch unser Merchmann und Baumeister. Philipp spielt Leadgitarre und ist unser bandinterner Produzent, der die neue Platte auch gemixt und gemastert hat. Da hat er wirklich einen großartigen Job gemacht. Daniele spielt Bass und kümmert sich um die IT Sachen. Ich singe alles und spiele die Keys, Synths, Pianos usw.
Auch bin ich für die ganzen Texte verantwortlich. Ich mach viel Social Media und Presse.
COMEBACKSTAGE:
Wie seid Ihr auf den Namen gekommen?
Basti:
Den Namen gab es schon bevor ich dazugestoßen bin. Allerdings gab es damals in Deutschland noch kein Putzmittel mit diesem Namen. Aber wir hatten damit auch noch nie Probleme. Eher das Putzmittel, welches uns irgendwann mit viel Geld von Googleposition 1 gestoßen hat. Unsere Musik ist düster und beschäftigt sich wie viele Metalbands mit den Untiefen und Schattenseiten des Lebens: Zerstörung, Einsamkeit
oder auch psychische Probleme. Somit passt das englische Wort „vanish“ da schon ganz gut zu uns.
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COMEBACKSTAGE:
Wo ordnet Ihr Euch musikalisch ein, wo seht Ihr Eure Einflüsse?
Basti:
Wir sind eine Metalband. Im Metalbereich sind wir wohl am häufigsten dem Powermetal zugeordnet, weil wir melodisch sind, bombastische Parts haben und doch hart sind. Ehrlich gesagt ist VANISH wie ein Trichter. Alle von uns haben so viele Einflüsse, sei es aus Black Metal, Thrash Metal, Hard Rock, oder auch progressive Rock, Alternative, Pop etc. Alle diese Einflüsse fließen in das Songwriting. Ob diese dann noch klar hörbar sind, ist uns eigentlich nicht so wichtig. Es kommt Musik raus, die wir selber gerne hören. Für mich als Songwriter kommen die größten Einflüsse meinen musikalischen Helden. Die stammen nicht zwangsläufig aus dem Metalbereich. Ich liebe Pink Floyd, Radiohead, Spock’s Beard, Killing Joke, aber natürlich auch Metalbands wie Helloween, Maiden, Dream Theater oder härteres wie Lamb of God.
COMEBACKSTAGE:
Wie viele Alben habt Ihr bisher veröffentlicht und wie heißen sie?
Basti:
Wie erwähnt veröffentlichen wir bei Fastball Music unser neues Album „the insanity abstract“ am 29. September. Vor drei Jahren haben wir unser richtiges Debut „Come to Wither“ bei Massacre Records veröffentlicht. Auf internationalem und professionellem Bereich ist das unser „Opus“ – allerdings haben wir noch ein selbtveröffentliches Debutalbum „Seperated from Today“, welches ich aber nur dem Hardcore Fan empfehlen würde.
COMEBACKSTAGE:
Welche Themen behandelt Ihr in Euren Songs?
Basti:
Das neue Album kann man eine Art Konzeptalbum nennen, ähnlich wie „Dark Side of the Moon“ Es wird keine Geschichte erzählt, bei „the insanity abstract“ stehen der Umgang von Realität, Kunst und Fiktion im Mittelpunkt. VANISH sind Metalfans, Nerds und Filmfreaks: Kunst und Fiktion bestimmt unser tägliches Leben und mischt sich auch in unser reales Leben ein. Viele Menschen fassen durch Musik oder Literatur neuen Lebensmut. Für viele Metaller ist die Musik ihr Leben. Auf unserer Platte haben wir das etwas auf die Spitze getrieben und jeder Song hat etwas mit diesem Verhältnis von Kunst und Realität zu tun. Bei „The Pale King“ geht es zum Beispiel um diese Macht die ein Autor durch das weiße Blatt Papier besitzt und somit den Leser beeinflussen kann. In dieser Richtung beleuchtet jeder Song eine andere Facette des Verhältnisses von Fiktion, Kunst und Realität.
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COMEBACKSTAGE:
Was sind Eure Erfahrungen, als junge, aufstrebende Rockband?
Basti:
Metalfans sind die treusten Fans, die es gibt. Wenn Du einen Fan gewonnen hast, bleibt er dir erhalten, wenn Du nicht absoluten Quatsch fabrizierst. Aber natürlich ist es auch als Metalband sehr schwer vor vollem Haus zu spielen und genug Alben zu verkaufen. Wir müssen da schon kämpfen und uns mächtig ins Zeug legen. Wir haben jetzt schon gute Kontakte und auch unser Team erweitert. Wir haben eine tolle Booking Agentur und auch ein fettes Label, das uns unterstützt. Das ist absolut wichtig, um einen Schritt weiter zur professionellen Band zu machen.
COMEBACKSTAGE:
Was sind Eure Ziele mit der Band?
Basti:
Wir stehen absolut hinter unserer Musik und denken wirklich, dass wir im Metalzirkus eine Daseinsberechtigung haben und etwas machen, das man nicht oft zu hören bekommt. Wir wollen die Fans mitreißen und vor möglichst vielen Menschen spielen. Somit ist das Ziel natürlich auf die guten Festivals und Touren zu kommen, damit uns sehr viele Menschen kennenlernen können. Im Jugendhaus Köln-Süd mit 10
Zuschauern ist das alles natürlich schwieriger. Wir lieben das was wir tun. Deswegen wäre es einfach toll, gute Gigs zu spielen und alle paar Jahre neue Musik rauszubringen. Wenn wir das schaffen, sind wir glücklich.
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COMEBACKSTAGE:
Warum wollt Ihr es unbedingt schaffen und was tut Ihr dafür, um das zu erreichen?
Basti:
Wie gerade gesagt, wir denken, dass wir schon recht geil sind und eine richtig tolle Platte am Start haben, die viele Menschen berühren kann. Deshalb schulden wir es schon der Musik, richtig Gas zu geben und diese Musik zu promoten und zu supporten. Denn nur für den eigenen Player schreiben und recorden wir die Songs nicht. Für Booking und Vertrieb haben wir tolle Partner, sonst aber machen wir alles In-House. Wir designen, arrangieren, texten, promoten usw. – somit verbringen wir jede freie Minute mit der Band.
COMEBACKSTAGE:
Welchen Song Eurer Band sollte man unbedingt kennen und wieso?
Basti:
Das ist relativ einfach: The Pale King! Das ist die erste Single vom neuen Album und wir haben dazu auch ein richtig fettes und aufwendiges Video produziert. So richtig mit Handlung und Effekt Make-Up. Es ist teils eine Horror-Hommage, aber bedient trotzdem die Allegorie der ganzen Platte. Ebenso rockt der Song wie Hölle!
COMEBACKSTAGE:
Wenn Ihr eine Band auf Tour supporten dürftet, wer wäre es?
Basti:
Hm, schwierig. Ich spreche da natürlich nur für mich und man muss unterscheiden, ob man einfach mit einem Vorbild spielen will oder die Band weiterbringen will. Für uns wäre sicherlich eine Tour mit Queensryche, Rage, Blind Guardian oder einer ähnlich großen Metalband ein großer Erfolg, weil wir dann unserer Zielgruppe die Songs präsentieren können. Ein Traum für mich, der sicherlich nicht erfüllbar sein wird, wäre ein Support für eine Reunion-Tour von Savatage. Ralf, Philipp und ich haben die Reunion bei Wacken 2015 gesehen, und das war schon gigantisch.
COMEBACKSTAGE:
Wo kann man Euch demnächst live erleben?
Basti:
Um wieder bissel in Form zu kommen, werden wir das Album erst in Süddeutschland bespielen und dann einige Supportgigs in Deutschland rocken. Richtig cool wird auch eine Supporttour mit Michael Schenker im Herbst sein. Die führt uns auch in die Niederlande.
COMEBACKSTAGE:
Was macht Ihr hauptberuflich?
Basti:
Wir haben leider als IT-Chef, Oberarzt, Lehrer etc. recht stressige Dayjobs, die man für ne Tour nicht einfach so mal kündigen kann oder unbezahlten Urlaub nehmen kann. Somit ist unser Googlekalender schon ein sechstes Bandmitglied geworden.
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COMEBACKSTAGE:
Wenn Ihr einen jungen Menschen dazu bringen müsstet, Rockmusik zu hören, welchen Song würdet Ihr ihm vorspielen, und wieso?
Basti:
Also, wenn der junge Mensch noch keine Vorbildung hat, würde ich da wohl zu einem Queen – Song greifen. Wahrscheinlich zu Bohemian Rhapsody oder so, denn da ist alles drin, was Rock ausmacht: Emotion, Härte, Spass und bissel Quatsch!
COMEBACKSTAGE:
Wenn Ihr ein imaginäres Dinner mit drei Personen Eurer Wahl haben könntet – wen würdet Ihr einladen?
Basti:
Hm also ich würde für ein Songwritingdinner ganz bestimmt, obwohl es nicht so ganz altersgerecht für mich wäre: Jon Oliva (Savatage), Dave Gilmour (Pink Floyd) und Paul McCartney einladen. Zu einem Sängerdinner: Russel Allen (Symphony X, Adrenalin
Mob), Michael Kiske (Helloween, Unisonic) und Freddie Mercury (Queen).
COMEBACKSTAGE:
Die letzten Worte gehören Euch…
Basti:
Handy raus oder zu Amazon: Holt euch „the insanity abstract“, schaut das Video zur Single und kommt zu unseren Shows. Wir denken, wir haben da wirklich etwas geschaffen, was richtig Laune macht. Wir alle stehen voll hinter dem Album und sind selbst überrascht, was für eine tolle Scheibe wir da hinbekommen haben.
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VANISH ist eine Band, die es schon seit Jahren gibt und noch nie aufgegeben hat! Hört doch Mal auf Ihrem YouTube-Channel rein und checkt ihre Homepage,Twitteroder Facebook-Seite für alle Infos.

Eure Ornella.
Long live Rock’n’Roll!

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P.S. Du kennst auch eine tolle Newcomer-Band, die es verdient hat, eine Stimme zu bekommen? Dann bist Du HIER genau richtig. 🙂

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