Supernova Plasmajets Interview

Hallo Rocker!

Vor zwei Wochen habe ich beim The New Roses Konzert SUPERNOVA PLASMAJETS kennen gelernt. Eine Band aus Mannheim mit einer Power-Frau an der Front! Sie selbst beschreiben den Sound der Band ziemlich passend, wie ich finde: „Ein bisschen von gestern, ein wenig von morgen, vereint und auf den Punkt gebracht im Hier und Jetzt!“. Für mich Grund genug, sie mit meinen Fragen zu löchern.

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Andreas Bradt – www.bradtcore.de

COMEBACKSTAGE:
Hallo zusammen! Danke für Eure Zeit. Stellt Euch doch mal kurz vor – wer sind SUPERNOVA PLASMAJETS?

Jennifer:
Wir kommen aus der eigentlichen „Pop-Hauptstadt“ Deutschlands – Mannheim.
Randy Stardust und Manni McFly spielen Gitarre, Cliff Bourbon Bass, Alexis Rose ist der Drummer und ich bin die Sängerin. Uns gibt es seit 2013, im Jahr 2014 haben wir dann unsere erste selbstproduzierte EP  „Reign In Plasma“ im Eigenvertrieb veröffentlicht.

COMEBACKSTAGE:
Erzählt mir Eure Bandgeschichte – woher kennt Ihr Euch, wie kam die Idee zur Band und wieso der Name?

Alexis:
Manni und ich kennen uns schon seit der Schule und wir haben seit den Neunzigern schon in einigen Bands zusammen gespielt. Wir hatten vor etwa 5-6 Jahren die Idee eine Band zu gründen, die völlig frei ist und in der wir genau das spielen können, was uns Spaß macht. Da wir beide in den 80ern aufgewachsen sind, war für uns schnell klar, dass die Musik aus dieser Zeit noch lange nicht tot sein kann, aber einfach einen neuen Anstrich benötigt, um wieder auch für ein jüngeres Publikum hörbar zu sein. Wir hatten zu Beginn mit verschiedenen Sängern experimentiert, als dann Jennifer kam, wussten wir sofort, dass sie unsere Grundidee am besten umsetzten kann und auch die Band am perfektesten abrunden und komplettieren würde. Von da an, haben wir dann erst richtig losgelegt.

Manni:
Der Bandname war wie bei vielen Bands, erstmal ein Projekt-Titel, es sollte explosiv klingen (Supernova eben) und sich von den typischen Bandnamen abheben. Uns war auch wichtig, dass es nicht zu plakativ klingt oder man uns für eine 80er Jahre Cover Band hält.

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Andreas Bradt – www.bradtcore.de

COMEBACKSTAGE:
An Eurem Outfit lässt es sich schon erahnen, dass es glammig zugeht – wo ordnet Ihr Euch musikalisch ein?

Cliff:
Das ist in der Tat eine sehr gute Frage, denn sie ist schwierig zu beantworten.
Die Grundidee dahinter ist, den 80er Rock wieder in einem zeitgemäßen Gewand zu präsentieren. Wir benutzen zum Teil kleine Electro-Parts und modernere Song-Strukturen, die man eher aus dem Alternative-Rock kennt. Wenn man eine Schublade benennen müsste, würde ich sagen 80er Melodic-Rock mit einem frischen Anstrich.
Das musikalische Schubladen-Denken ist aber auch ein typisch europäisches Ding, in den USA würde man sagen, die machen Rock-Musik, haha!

COMEBACKSTAGE:
… und das mit einer Power-Frontfrau! Ist in der Szene ja nicht gerade üblich – welche
Erfahrungen habt Ihr damit gemacht?

Alexis:
Wir haben uns darüber eigentlich nie Gedanken gemacht, ob wir eine Frau oder einen Mann am Mikro haben wollen, was zählt ist das Talent und die Performance und nicht das Geschlecht oder was irgendwelche Kleingeister in der Szene vielleicht darüber denken. Witziger weiße wird die Frage aber sehr oft gestellt… Schlechte Erfahrungen haben wir damit bisher überhaupt keine gemacht, warum auch? Wir leben schließlich nicht mehr in den 50ern, wo Frauen zuhause hinter dem Herd auf ihren Mann warten mussten, um ihn zu bekochen. Das Feedback ist immer positiv bisher gewesen, Jennifer wurde sogar schon des Öfteren als die neue „Doro“ bezeichnet, was natürlich ein riesen Kompliment ist.

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Andreas Bradt – www.bradtcore.de

COMEBACKSTAGE:
Euch gibt es ja nun schon drei Jahre, ihr habt einen Plattenvertrag und habt ein Album veröffentlicht – könnt Ihr davon leben oder arbeitet Ihr noch nebenher? Wenn ja, als was?

Randy:
In Zeiten von Spotify und illegalen Downloads der Musik, ist es für Bands generell schwierig geworden davon leben zu können, weil einfach nur noch sehr wenige Tonträger gekauft werden. Wirklich gut davon leben können eigentlich nur Bands, die es schon lange gibt oder die ein Mainstream-Publikum ansprechen. Beides trifft bei uns nicht zu. Aber wir sehen das positiv, denn wir müssen nicht davon leben und können deshalb, unsere Kreativität voll ausleben und müssen nicht alles machen, nur um die Miete zahlen zu können. Es ist zwar manchmal schwierig so ein berufliches Doppelleben zu führen, aber wo eine Wille ist, ist auch ein Weg. Jenny und Manni arbeiten zB. Als Grafiker, was uns bei den Designs natürlich auch immer sehr hilfreich ist, da wir alles selbst machen können. Alexis ist Redakteur und ich bin zB. Chemie-Laborant.

COMEBACKSTAGE:
Können sich die Fans bereits auf ein neues Album freuen?

Jenny:
Wir haben erst vor wenigen Monaten unser Debüt veröffentlich, arbeiten aber schon an neuen Song-Ideen. 2018 wird es erstmal kein neues Album geben, angepeilt ist aber ganz klar 2019.

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Andreas Bradt – www.bradtcore.de

COMEBACKSTAGE:
Derzeit seid Ihr mit THE NEW ROSES auf Tour…
Cliff: Genau, wir sind aktuell mittendrin und haben gerade die ersten drei Shows in Berlin, Hamburg und Bordesholm hinter uns gebracht, am kommenden Samstag geht es weiter in Mannheim. Es ist auch unsere erste „richtige“ Tour und wir sind sehr dankbar dabei sein zu können. Die letzten drei Tage waren sensationell, die Fans von The New Roses haben uns überall herzlich empfangen und wir hatten bisher eine super Zeit und sehr viel Spaß „on the road“.

COMEBACKSTAGE:
Wenn Ihr einen jungen Menschen dazu bringen müsstet, Rockmusik zu hören, welchen Song würdet Ihr ihm vorspielen, und wieso?

Manni:
Einen bestimmten Song herauszupicken ist echt schwierig. Wahrscheinlich würde ich was von Guns‚n’Roses oder irgendwas anderes mit Substanz wählen, um zu zeigen wie echte Musik, abseits vom Pop-Geplänkel klingt. Wahrscheinlich wären viele überrascht, wie geil das ist, haha.

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Andreas Bradt – www.bradtcore.de

COMEBACKSTAGE:
Wenn Ihr ein imaginäres Dinner mit drei Personen Eurer Wahl haben könntet – wen würdet Ihr einladen?

Alexis:
Ich hatte mal das große Glück, vor vielen Jahren Tommy Lee von Mötley Crüe persönlich zu treffen, der war einfach die coolste Socke der Welt und ich würde mir wünschen ihn mal wieder zu treffen und länger mit ihm zu quatschen. Dann würde ich noch Dave Grohl von den Foo Fighters einladen, weil er durch und durch ein Rock n Roller und Musik-Freak ist. Als dritte Person würde glaube ich Travis Barker von Blink 182 einladen. Er gehört zu meinen Lieblings-Drummern, weil er einen unverkennbaren Style hat, außerdem könnte ich mit ihm stundelang über Tattoos reden, was bei mir neben dem Schlagzeug spielen, meine zweite große Leidenschaft ist.

COMEBACKSTAGE:
Vielen Dank!! Die letzten Worte gehören Euch…

Jenny:
Erstmal Danke an dich Ornella für das Interview. Es ist wichtig, dass es Leute gibt, die wie du den Rock leben und mit der gleichen Leidenschaft an die Sache rangehen, wie wir mit der Musik und den Spirit weitertragen. An alle die uns noch nicht kennen, checkt mal unsere Videos auf Youtube oder hört euch mal ein paar Songs an. Aber noch besser ist, ihr kommt mal zu einer Show, z.B. am 2. Dezember zum HEAT-Festival in Ludwigsburg, da spielen neben uns noch eine Menge anderer geiler Bands und das wird auf jeden Fall ’ne riesen Party!

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Eure Ornella.
Long live Rock’n’Roll!

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Ein Kommentar Gib deinen ab

  1. blueheart69 sagt:

    Cooler Bericht Bro! In Ludwigsburg bei Hardline könntne wir uns sehen 🙂

    Gefällt mir

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